Malteser Momente

Junior-Demenzbegleiter in der Warteschleife

Corona zwingt auch die Verantwortlichen für das Junior-Demenzbegleiter Projekt zur Geduld. Welche nächsten Schritte geplant sind, sagen wir Ihnen in dieser Sendung.

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Alessa Boehm ist zuversichtlich. Trotz Corona sind die Junior-Demenzbegleiter auf den Weg gebracht. Das Konzept steht und wurde im Frühjahr sogar mit dem „Bayerischen Innovationspreis Ehrenamt 2020“ ausgezeichnet. Das spornt natürlich an, so die Diözesanreferent für die Jugendarbeit, die das Projekt Junior-Demenzbegleiter koordiniert. Mit der Initiative wolle man vor allem Berührungsängste abbauen, die junge Leute gegenüber dementiell veränderten Menschen haben.

 

Das ist wichtig, denn immer mehr Jugendliche haben in der Familie einen Verwandten, der von Demenz betroffen ist. Und dann sind da noch die Demenz-Patienten in den Heimen. Die nehme niemand wahr, deshalb wolle man diese Menschen mit den Junior-Demenzbegleitern aus der Tabuzone herausholen. Wie die jungen Leute dafür ausgebildet werden, erklärt Alessa Böhm in den Malteser Momenten.

Im Oktober soll es dann auch wirklich losgehen. Dann werden erst einmal die Ausbilder geschult. Eva Hellmann hat sich für diese Aufgabe entschieden. Die Studentin ist optimistisch, dass man auch mit Corona den ehrenamtlichen Dienst aufnehmen könne. Mit den Hygieneregeln müsste es funktionieren, dass die Junior-Demenzbegleiter in die Seniorenheime gehen und sich um Menschen mit beginnender Demenz kümmern. Gemeinsam spielen oder spazieren gehen wird aber vorerst Zukunftsmusik bleiben. Warten lernen - das müssen in Coronazeiten auch die Junior-Demenzbegleiter der Malteser.

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Malteser Verbandsnachrichten

Der Autor
Paul Hasel
Radio-Redaktion
p.hasel@st-michaelsbund.de