Kolpingstunde

30 Jahre Kolpingsfamilie Poing

Die Kolpingsfamilie Poing kann auf drei bewegte Jahrzehnte zurückschauen. Zwei Ereignisse haben die Gemeinschaft dabei besonders geprägt.

Thomas Stiegler, 1. Vorsitzender Kolpingsfamilie Poing © privat

Bereits 1994 trat die Kommune an die noch junge Kolpingsfamilie heran, ob diese nicht die Mittagbetreuung an der Volksschule Poing vom Elternbeirat übernehmen könne. Die Kolpingsfamilie hat die Aufgabe angenommen, einen Verein gegründet und 1995 nach den Faschingsferien mit der Betreuung von acht Schülern begonnen. Deutschlandweit dürfte es keine zweite Kolpingsfamilie geben, die eine solche Betreuungsinitiative stemmt. Heute gehen rund 280 Schülerinnen und Schüler in die Mittagsbetreuung, mittlerweile gibt es sogar eine Ferienbetreuung, berichtet Thomas Stiegler, erster Vorsitzender der Kolpingsfamilie Poing. Und die Zahl der zu betreuenden Kinder und Jugendlichen dürfte noch weiter steigen. Denn Poing wächst, besonders junge Familien siedelten sich hier an, erklärt Stiegler.

Eine zweite Besonderheit der Poinger ist die Adolph-Kolping-Glocke in der Pfarrkirche Seliger Pater Rupert Mayer. 2016, als in Poing eine zweite neue Kirche gebaut wurde, gab es eine Glockenausschreibung. Die Kolpingsfamilie bewarb sich mit dem Vorschlag, eine Glocke dem Seligen Adolph Kolping zu weihen. Das Vorhaben gelang, man setzte sich gegen viele Mitbewerber durch. Eine Delegation der Kolpingsfamilie war sogar mit dabei, als die Glocke gegossen wurde. Seit der Einweihung der Kirche im Jahr 2018 schlägt nun die Adolph Kolping Glocke zusammen mit drei anderen Glocken und ruft die Poinger zum Gottesdienst. Bei den Taschenlampen-Kirchenführungen für Familien dürfen die Kinder sogar die besondere Glocke im Glockengestell bedienen und mit dem Klöppel selbst läuten, erzählt Thomas Stiegler stolz.



Kolpingstunde Nachrichten

Der Autor
Paul Hasel
Radio-Redaktion
p.hasel@st-michaelsbund.de