Ausstellung in der Bundeswehr-Univeristät

"Zukunft braucht Erinnerung"

Eine Ausstellung in München erinnert an den Ausbruch des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren. Im Fokus sind Erinnerungen von Soldaten nach dem Krieg, ihre Tagebücher oder Briefwechsel mit der Familie.

Altes Tagebuch (Bild: Marem - Fotolia)

Neubiberg - In der Bibliothek der Bundeswehr-Universität München erinnert vom 13. bis 29. Oktober eine Ausstellung an den Ausbruch des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren. Konzipiert wurde die Schau unter dem Titel "Zukunft braucht Erinnerung" zusammen mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Präsentiert werden 34 Text- und Bildtafeln über Geschichte und gegenwärtigen Stand der Kriegsgräberfürsorge. Dazu kommen Bücher mit Erinnerungen von Zeitzeugen aus dem Sammelschwerpunkt "Biografische und autobiografische Literatur zu den Weltkriegen".

Im Vordergrund stünden nicht die Operationsgeschichte aus der Perspektive des Generalstabs oder Biografien von Offizieren und Politikern, heißt es in der Ankündigung. Vielmehr werden Erinnerungen gezeigt, die Soldaten nach dem Krieg verfasst haben, ihre Tagebücher oder auch Briefwechsel mit der Familie. Noch heute würden solche Aufzeichnungen gefunden und publiziert. Diese persönlichen Dokumente zeugten von der anfänglichen Kriegsbegeisterung, von den Schrecken des Grabenkrieges sowie von Tod und Verwundung. Deutlich würden auch die Auswirkungen des Krieges auf die Familien und ihren Alltag in der Heimat.

Der Volksbund widmet sich im Auftrag der Bundesregierung der Aufgabe, die Gräber der deutschen Kriegstoten beider Weltkriege im Ausland zu erfassen und zu erhalten. (kna)