Ratsvorsitzender Schneider empfängt Marx

„Wir sind auf einem guten ökumenischen Weg“

Der Ratsvorsitzenden der evangelischen Kirche in Deutschland, Nikolaus Schneider, hat am Freitagabend Kardinal Reinhard Marx empfangen. Das Gespräch im Haus der EKD in Berlin stand im Zeichen der Ökumene. Außerdem wurde eine gemeinsame Pilgerreise ins Heilige Land vereinbart.

EKD-Ratspräsident Nikolaus Schneider (Bild: EKD)

Berlin - Der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, und der neue Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, sind am Freitagabend zu einem Gespräch zusammengetroffen. Die Unterredung der beiden Vorsitzenden sei „herzlich und offen“ gewesen, teilten Marx und Schneider nach dem gut einstündigen Termin im Haus der EKD in Berlin mit. „Wir sind als Kirchen in Deutschland auf einem guten ökumenischen Weg. Um in unserer Gesellschaft gehört zu werden, sollten wir so oft wie möglich gemeinsam unsere Stimme erheben, besonders wenn es um Fragen der Gerechtigkeit und der Würde des Menschen geht", betonten Marx und Schneider. Die beiden Vorsitzenden bekräftigten zudem: „Die Erinnerung an den 500. Jahrestag der Reformation im Jahre 2017 soll auch dem gemeinsamen Zeugnis für Christus dienen.“ Gleichzeitig bekundeten der Kardinal und der Ratsvorsitzende die Absicht, dass Vertreter des Rates der EKD und der Deutschen Bischofskonferenz im Herbst 2016 eine gemeinsame Pilgerreise ins Heilige Land unternehmen wollen, um gemeinsam an den Ursprungsorten des christlichen Glaubens zu beten.

Die beiden Vorsitzenden betonten außerdem ihr großes Interesse am Fortgang der Diskussion der Ökumenischen Sozialinitiative, die die EKD und die Deutsche Bischofskonferenz am 28. Februar dieses Jahres eröffnet hatten. Sie kündigten an, am 18. Juni 2014 an einem Kongress zur Ökumenischen Sozialinitiative in Berlin teilzunehmen, auf dem die Ergebnisse der bisherigen Diskussion zusammengeführt und ausgewertet werden. (kna/ks)