Katholischer Männerfürsorgeverein

Wechsel an der Spitze

Ludwig Mittermeier ist am Donnerstag in sein Amt als Vorstand des Katholischen Männerfürsorgevereins (KMFV) München eingeführt worden. Der 47-Jährige folgt Viktor Münster (65) nach, der nach mehr als 16 Jahren in dieser Position in den Ruhestand geht. Nach einem Festgottesdienst mit dem emeritierten Weihbischof Engelbert Siebler fand ein Festakt im Alten Rathaus statt.

Der scheidende KMFV-Vorstand Viktor Münster (Bild: Sankt Michaelsbund)

München - Der 1950 gegründete KMFV ist ein caritativer Fachverband. Er wendet sich an wohnungslos, arbeitslos, suchtkrank und straffällig gewordene Mitbürger. Der Verein beschäftigt eigenen Angaben zufolge rund 600 Mitarbeiter. In 20 stationären, teilstationären und ambulanten Einrichtungen sowie Wohnungen werden an die 1.200 Plätze für Hilfesuchende angeboten. Am Heiligen Abend veranstaltet der KMFV jährlich im Münchner Hofbräuhaus seine traditionelle Weihnachtsfeier für wohnungslose Menschen. Im festlich geschmückten Saal wurden zuletzt rund 1.000 Gäste bewirtet.

Der Diplom-Sozialbetriebswirt Ludwig Mittermeier, der auch gelernter Heilerziehungspfleger ist, war mehr als zehn Jahre Kreisgeschäftsführer des Caritas-Zentrums in Freising beziehungsweise später im Landkreis Ebersberg. Außerdem lehrte er über acht Jahre an der Caritas-Fachschule für Heilerziehungspflege.

Der scheidende Münster war seit 1985 für den KMFV tätig, zunächst als Mitarbeiter in einem der Häuser, dann als Leiter einer der Einrichtungen. Ab 1998 leitete er als Geschäftsführer und dann als Vorstand die Geschicke des KMFV. Weiter war er Vorsitzender des Kuratoriums der Arbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe München und Oberbayern sowie des Kuratoriums der Münchner Zentralstelle für Straffälligenhilfe. Unter Münsters Verantwortung wurden Einrichtungen wie die Häuser an der Knorrstraße und der Waakirchner Straße eröffnet sowie der Ambulante Fachdienst Wohnen gestartet. (kna)