Glücksreport 2019

Was brauche ich, um glücklich zu werden?

Nahrung, Geld, Familie? Die sogenannte „Maslowsche Bedürfnispyramide“ kann helfen eine Antwort auf die Frage nach dem Glück zu bekommen.

Was macht wirklich glücklich?

Zu den zahlreichen Rankings, mit denen wir regelmäßig erfreut werden, gehört auch der jährliche Glücksreport. 156 Länder werden nach Faktoren wie Wohlstand, Lebenserwartung, Korruption und Freiheit untersucht. Seit zwei Jahren liegt Finnland ganz vorne und die Menschen dort wollen uns an ihrem Wohlbefinden teilhaben lassen. Das Land verlost Reisen ins Glück. Um zu gewinnen, muss man einen Test machen und Fragen beantworten. Darunter: Wie lange sitzen Sie am Tag? Treiben Sie Sport? Oder: Haben Sie Werte, die Sie durch das Leben tragen? Wer den Test besteht, hat Chancen auf den Gewinn.

Aber was ist das eigentlich, Glück? Schwierig, auch wenn Ratgeber, Anleitungen, To-dos boomen. Es gibt verschiedene Definitionen: ein Zustand innerer Hochstimmung, das gute Ende eines Ereignisses, ein Zusammenspiel bestimmter Hormone. Und natürlich ist Glück individuell und bedeutet für jeden etwas anderes. Was aber brauche ich, um glücklich zu sein?

Ohne Werte gibt es kein vollkommenes Glück

Werfen wir einen Blick auf die sogenannte „Maslowsche Bedürfnispyramide“, ein sozialpsychologisches Modell des US-amerikanischen Psychologen Abraham Maslow (1908 – 1970). Sie besteht aus mehreren Stufen und funktioniert von unten nach oben. Erst wenn die Bedürfnisse einer Stufe befriedigt sind, geht es weiter. Also: ausreichend Nahrung, materielle Sicherheit, Familie. Ist ja auch klar: Wer ständig Hunger hat, sich einsam fühlt oder keine Wohnung hat, kann nicht glücklich sein. Ganz oben befindet sich (nach einer Erweiterung der Pyramide 1970) die letzte Stufe: Transzendenz. Also etwa Sinnsuche und/oder die Suche nach Gott. Ohne Werte gibt es kein vollkommenes Glück. (Tanja Bergold)

Die Journalistin Tanja Bergold und der Salesianerpater Alfons Friedrich unterhalten sich in ihrer Sendung im Münchner Kirchenradio über Sinnsuche und Zufriedenheit. Da verrät Pater Friedrich auch seine eigene ganz persönliche Glücksdefinition. Den Podcast zur Sendung "Die Bergold und der Pater" finden Sie hier.