Sankt Martin

Vorbild für Groß und Klein

Die Legende des Heiligen Martin begeistert heute noch die Menschen. Rund um seinen Gedenktag am 11. November finden im Erzbistum wieder eindrucksvolle Umzüge statt - vor allem für Kinder.

Sankt Martin in der Münchner Jesuitenkirche Sankt Michael 2017

München – Die Legende des Heiligen Martin von Tours, der seinen Mantel mit einem Bettler geteilt hat, kennt wohl jedes Kind. Deshalb wird sein Gedenktag am 11. November auch heute noch überall begangen. Vor allem Kinder sind fasziniert von diesem Mann, der die christlichen Werte ganz praktisch vorgelebt hat, noch bevor er Christ war. Auch Pfarrer Martin Cambensy aus München-Moosach unterstreicht den Vorbildcharakter seines Namenspatrons: „Am Heiligen Martin kann ich ablesen, was Christ sein heißt.“

„Ich geh mit meiner Laterne“

Dass die Kinder an Sankt Martin mit Laternen durch die Straßen ziehen, hat gleich mehrere Gründe, meint Pfarrer Cambensy. Zum einen würden die Kinder wie Martin Licht in die Welt bringen. Zum anderen sei es fast wie eine „Lichttherapie“ für die Kleinen: „Kinder haben oft Angst vor der Dunkelheit und dann merken sie, dass es auch ganz spannend sein kann, wenn man dann im Dunkeln mit vielen Kindern gemeinsam so einen Laternenzug durchführt.“ Auch im Erzbistum München und Freising gibt es rund um den Gedenktag von Sankt Martin viele Laternenzüge und Veranstaltungen zum Gedenken an den beliebten Heiligen:

Das Martinsfeuer vor Traumhafter Kulisse

Zum 45. Mal findet in diesem Jahr der große Martinsumzug durch Freising statt. Treffpunkt ist Sonntag, 11. November, um 17:30 am Freisinger Marienplatz. Von dort aus reitet Sankt Martin hoch zu Ross Richtung Freisinger Domberg. Oben angekommen wird das große Martini-Feuer entzündet. Für die Musik sorgen unter anderem die Stadtkapelle Freising und das Jugendblasorchester.

Der große Zug in der Münchner Innenstadt

In der Münchner Innenstadt geht der groß Zug am Montag, 12. November, um 17 Uhr los. Unter dem Motto „Teilen wie St. Martin“ gestalten Jugendliche von der Katholischen Jungen Gemeinde München und Freising auf dem Marienplatz ein Martinsspiel, bevor der Zug über Weinstraße, Schäfflerstraße, Löwengrube, Maxburgstraße und Ettstraße zur Jesuitenkirche St. Michael in der Neuhauser Straße aufbricht.

Ein gemeinsamer Martinszug

In Miesbach ist das Besondere am Martinszug, dass er ökumenisch gestaltet ist. Am Sonntag, 11. November, geht der Zug von der katholischen Stadtpfarrkirche los und endet dann an der evangelischen Kirche in Miesbach – natürlich mit Martin auf dem Pferd und Blasmusik.

Martinsumzüge im Erzbistum

Viele weitere Martinsumzüge im Erzbistum München und Freising finden Sie hier.

Die Autorin
Lydia Jäger
Radio-Redaktion
l.jäger@st-michaelsbund.de