Altenheim wird umgewandelt oder geschlossen

Vor dem Scheideweg

„Das ist kein Altenheim und keine Seniorenresidenz, das ist ,das Felicitas‘“, betont Eva Wust. Mit ihrem Hund Lisi besucht sie regelmäßig ehrenamtlich Bewohner des Caritas-Altenheims, in das viele der katholisch geprägten Berchtesgadener ganz bewusst gehen.

Das Caritas-Altenheim St. Felicitas (Bild: Mergenthal)

Doch ab 2016 entspricht die kirch- liche Traditions-Einrichtung nicht mehr den gesetzlichen Anforderungen an eine moderne stationäre Alten- pflege. Zudem hat sich das Defizit allein in den vergangenen acht Jahren auf 500.000 Euro bei den Betriebskosten sowie 400.000 Euro bei der Instandhaltung aufsummiert. Bis Ende Mai will der Diözesan- Caritasverband bekannt geben, ob das Haus schließt oder mit einem neuen Konzept weitergeführt wird. Angedacht ist eine Kombination aus „betreutem Wohnen“ mit angegliederter ambulanter Pflege und einer Tagespflege im Haus. Der Umbau dafür wäre im laufenden Betrieb möglich. Die bisher 60 Plätze würden sich durch den Umbau in Apartments auf 30 verringern. „Im Caritasverband ist man sich sehr wohl der menschlichen Seite bewusst“, betonte Berchtesgadens Dekan Thomas Frauenlob angesichts massiver Kritik in der Bevölkerung. Ungewiss ist auch die Zukunft der 50 Mitarbeiter. Bis auf zwei wollen alle bleiben. Alle kommen aus dem unmittelbaren Umkreis und manche sind seit Jahrzehnten im Haus.vmDas

Caritas-Altenheim St. Felicitas