Neubau in der Pfarrei St. Thomas Morus

Von Sanierung zum Abbruch des Pfarrzentrum

Eine (un)endliche Geschichte: Der Münchner Pfarrer Detlev Kahl schildert den langwierigen Prozess der Bau-Planungen in seiner Gemeinde - die jetzt hoffentlich ein gutes Ende nehmen.

Pfarrer Detlev Kahl (links) und Architekt Christian Zöhrer präsentieren direkt in der Kirche St. Thomas Morus die Umbaupläne.

München/Mittersendling – Da war zunächst nur eine Sanierung des Pfarrzentrums und des Kindergartens geplant, damit das Gebäude den Brandschutzauflagen wieder entspricht. Sehr schnell aber wurde klar, dass es mit einer Sanierung doch nicht getan ist. Sowohl finanzielle Gesichtspunkte als auch erhebliche Probleme mit der Baustatik führten zu der Entscheidung, dass ein Abbruch und Neubau des Pfarrzentrums und des Pfarrhauses mit den Pfarrbüros in der Pfarrei St. Thomas Morus im Münchner Stadtteil Mittersendling sinnvoller sind.

Lange Planung mit hohen Kosten

Das Projekt wurde ausgeschrieben und die Wettbewerbsjury hat den ersten Preis 2012 an das Architekturbüro Dominikus Stark aus München vergeben. Das Erzbischöfliche Bauamt beauftragte es daraufhin mit den Planungen. Nachdem diese im Jahr 2017 abgeschlossen waren, kam es jedoch zu einer traurigen Ernüchterung. Denn die eingeplanten Kosten wurden damals vom Erzbischöflichen Ordinariat als zu hoch angesehen, so dass eine Weiterverfolgung dieser Pläne nicht genehmigt wurde.

Also musste wieder völlig neu geplant werden. Dieses Mal ging die Beauftragung an das Architekturbüro Wester-Schührer-Zöhrer aus München und dessen Architekt Christian Zöhrer, der nun mit den völlig anders gearteten Planungen beginnen sollte. Unterstützt wurde er hierbei durch Diözesanbaumeister Hanns-Martin Römisch und das Projektmanagement Thost.

Ende in Sicht

Denn St. Thomas Morus an der Ecke Heckenstallerstraße/Friedrich-Hebbel-Straße sollte jetzt zu einem diözesanen Pilotprojekt werden, in dem die Kirche außer für Gottesdienste auch noch anderweitig genutzt werden kann. So soll unter anderem der neue Pfarrsaal in den Kirchenraum eingebaut und das Pfarrbüro direkt an die Kirche angebaut werden. Der Kindergarten, so sehen es die Planungen vor, kommt an die Stelle der jetzigen Pfarrbüros und das alte Pfarrzentrum soll zu einem Wohngebäude umgebaut werden.