Total Sozial

Theoretisch machbar, praktisch unmöglich

Für Migranten ist der Familiennachzug oft die einzige Hoffnung, ihre Verwandten wiederzusehen. Die Hürden dafür sind aber oft kaum zu überwinden.

Zu Gast bei Korbinian Bauer im Total-Sozial-Talk-Studio: Abrahet Yemane und Willi Dräxler. © SMB/kob

Zuhause ist da, wo die Menschen sind, die man liebt – so sagt man. Für Menschen, die ihrer Heimat verlassen müssen, sind ihre Familien daher meist das Zuhause in der Fremde. Viele müssen ihre Verwandten aber auf ihrem Weg zurücklassen. Der Familiennachzug, also die Möglichkeit für Migranten, deren Familienmitglieder aus dem Ausland nach Deutschland zu holen, stellt für viele daher die einzige Hoffnung dar, mir ihren Lieben wieder vereint zu werden. "Seit fünf Jahren bin ich hier in Deutschland und jetzt will ich meine Tochter aus Äthiopien nach Deutschland abholen“, erzählt Abrahet Yemane aus Eritrea.

Doch obwohl sie es schon seit Jahren versucht, hatte sie noch keinen Erfolg. Hilfe bekommt Sie von der Caritas. “Das ist eine schwierige Prozedur", erklärt der Caritas-Migrationsexperte Willi Dräxler, "denn es gibt in Deutschland Strukturen und Gesetze auf der Verwaltungsebene, die ganz gezielt versuchen, das abzubremsen“. In Total Sozial sprechen wir darüber, wie die Caritas Menschen wie Abrahet Yemane hilft und was sich in Deutschland ändern muss, damit Familien die Chance auf eine gelungene gemeinsame Integration haben.

Total Sozial, immer freitags 16 Uhr, auf DAB+, im Webradio und als Podcast für unterwegs überall wo es Podcasts gibt.