Stärke statt Defizit

Max ist 10 Monate alt und krabbelt noch nicht, Josefine braucht im Kindergarten immer noch eine Windel und Paul ist viel zu wild und kann nicht stillsitzen. Der Blick auf die Defizite ist oft Alltag. Aber was kann ein Kind eigentlich gut?

© Jean Kobben-adobe.stock

Stärke- statt Defizitorientierung, das ist Katharina Brieger ein Anliegen und sie gibt Seminare, in denen sie Pädagoginnen schult positiv aufs Kind zu schauen. Sie selbst ist seit 18 Jahren Leitung eines katholischen Reggio Kinderhauses in Augsburg und da ist ihr der Blick auf die Stärken wichtig. Nicht nur auf die der Kinder, sondern auch auf die der Kolleginnen und Eltern.

Buchtipp

Nur Mut, du bist stark!

Drei Bilderbücher über Selbstvertrauen und wie man eigene Stärken entdeckt in einem Bilderbuch-Sammelband. Der Band enthält die ungekürzten Bilderbücher: "Das Zaubermittel" Kai geht gerne in den Kindergarten, aber er wird oft belächelt, weil er sich nichts zutraut. Sein Opa weiß Rat: Er schenkt Kai ein Fläschchen mit einem Zaubermittel, das mutig macht. Nun traut sich Kai im Kindergarten vorzusingen, beim Fußball mitzumachen und vom Sprungbrett im Schwimmbad zu springen. Aber dann zerbricht das Fläschchen mit dem Zaubermittel. Kai ist verzweifelt! Da verrät ihm Opa ein Geheimnis, und Kai weiß plötzlich, dass er alles aus eigener Kraft geschafft hat. Ein Bilderbuch, das zeigt, wie man fast alles schaffen kann, wenn man es sich nur zutraut.

12.9 € inkl. MwSt.

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Buchtipp

Mein Kind ist genau richtig, wie es ist

Viele Eltern hören von Lehrern, ErzieherInnen, Freunden oder anderen Familienmitgliedern: Das Kind sei zu laut oder zu leise, zu aufgedreht oder zu ernst, zu ruhig oder zu aggressiv - jedenfalls nicht so, wie es sein sollte. Heidemarie Brosche ermuntert Eltern, solche Zuschreibungen kritisch zu betrachten und sie mutig anders zu sehen. Schreibt ein Kind in den Augen seiner Lehrerin zum Beispiel zu langsam, kann das heißen, dass es ganz bei sich ist, sehr konzentriert arbeitet und keine Flüchtigkeitsfehler macht. Oder wird ein Kind als zu dominant und aggressiv beschrieben, kann das bedeuten, dass es auch durchsetzungs- und willensstark ist. Erkennen Eltern das Positive dieser Qualitäten, hilft dies dem Kind, Selbstbewusstsein und Ichstärke zu entwickeln und sein So-Sein zu akzeptieren.

17 € inkl. MwSt.

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Buchtipp

Komm kuscheln

Der kleine Kaktus Felipe stammt aus einer hochangesehenen Kakteendynastie, die stolz auf ihr gutes Aussehen und ihr untadeliges Verhalten ist. Felipe ist ein wenig aus der Art geschlagen und findet ganz andere Dinge wichtig als seine Verwandtschaft. Er würde zu gerne mal erleben, dass ihn jemand in den Arm nimmt und will unbedingt einen Freund finden. Die zaghaften Annäherungsversuche an einen großen gelben Ballon enden in einer Katastrophe und machen Felipe zum Gespött der ganzen Kaktuswelt. Als er schon glaubt, sich mit seiner Einsamkeit ein für alle Mal abfinden zu müssen, trifft er auf Canilla, die genauso einsam ist wie er. Fortan sind Kaktus und Stein die allerbesten Freunde, und die fröhlichen Bilder auf dem hinteren Vorsatzpapier dieses fantasievollen Bilderbuchs zeigen, wie lustig ein Leben zu zweit sein kann. - Die Wahl eines stacheligen Kaktus macht den Reiz dieser ungewöhnlichen und erfrischend anderen Freundschaftsgeschichte aus, die von Einsamkeit und Sehnsucht erzählt und davon, auch unter schwierigen Voraussetzungen auf Zuneigung und Miteinander hoffen zu können. Die schwungvollen Illustrationen lassen die stacheligen Protagonisten lebendig werden und erschaffen mit nur wenigen Strichen und etwas Farbe glaubwürdige Charaktere.

16.95 € inkl. MwSt.

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Die Autorin
Stefanie Schmid
Radio-Redaktion
s.schmid@st-michaelsbund.de