Amokfahrt von Münster

Sicherheitskonzept für den Katholikentag wird überprüft

Auf Herz und Nieren soll das ausführliche Sicherheitskonzept nochmals überprüft werden, so Katholikentags-Geschäftsführer Roland Vilsmaier gegenüber mk online. Außerdem will man bei einer eigens geplanten Veranstaltung der Opfer gedenken.

Roland Vilsmaier ist Geschäftsführer des Katholikentags.

Münster – „Es war für uns alle ein Schock“, so Roland Vilsmaier, Geschäftsführer des Katholikentags, im Gespräch mit mk online. Das ganze Team trauere mit den Opfern und den Angehörigen. Natürlich sei auch geplant, bei einer Veranstaltung während des Katholikentags der Opfer zu gedenken. Wie das aussehen wird, wolle man im Laufe der nächsten Tage entscheiden.

Bereits seit Monaten basteln die Organisatoren zusammen mit Polizei und Ordnungsamt an einem ausführlichen Sicherheitskonzept. Nach dem Vorfall am Samstag wolle man das Konzept noch einmal auf „Herz und Nieren“ überprüfen. Eine absolute Sicherheit gebe es zwar nicht, so Vilsmaier, der im Gespräch mit mk online jedoch betont: „Jeder Besucher kann beruhigt zum Katholikentag kommen.“

Fest des Friedens

Auch das Motto des Katholikentags „Suche Frieden“ müsse jetzt angesichts der Tag noch einmal neu beleuchtet werden. Es sei jedoch nach wie vor eine Aufforderung an alle, inneren Frieden zu suchen. Erfreut zeigten sich die Organisatoren über eins: Es gab keine Abmeldungen, im Gegenteil: Seit der Tat vom Samstag haben sich genauso viele Menschen angemeldet wie vor dem Vorfall. Der Katholikentag findet vom 9.-13.Mai 2018 in Münster statt.

Am Samstag war ein Mann mit einem Kleinbus in eine Menschengruppe in der Innenstadt gerast. Zwei Menschen starben bei dem Vorfall an einer beliebten Gaststätte, der Täter erschoss sich danach selbst. Es soll sich um einen psychisch labilen Deutschen aus Münster handeln. Rund 20 Menschen wurden verletzt, einige von ihnen schwer. (tb/rw/kna)