Abschluss der Totalsanierung

Sankt Georg in Pretzen wieder eingeweiht

Bereits vor acht Jahren wurde die Filialkirche Sankt Georg in Pretzen wegen Einsturzgefahr geschlossen. Seither ist sie aufwändig saniert worden. Am Sonntag, 26. April, feierte die Pfarrei feierlich ihre Wiedereröffnung.

Weihbischof Bernhard Haßlberger (l.) und Pfarrer Jan-Christoph Vogler vor der renovierten Kirche (Bild: René Spanier)

Pretzen/Erding - Nach langer Renovierungsarbeit wurde am Sonntag die Kirche Sankt Georg in Pretzen (Dekanat Erding) wieder eingeweiht. Pfarrer Jan-Christoph Vogler freute sich, dass das Werk nach acht Jahren vollbracht ist. Zahlreiche Gläubige, Ehrengäste und Vereine nahmen an den Feierlichkeiten bei Kaiserwetter teil.

Die Feier begann mit der Prozession zur Kirche St. Georg. Da diese jedoch nur wenig Platz bietet, wurde dort nur der erste Teil des Gottesdienstes gehalten. Weihbischof Bernhard Haßlberger erbat Gottes Segen für die renovierte Kirche, die im frischem Glanz erstrahlte. Auch der Weihbischof zeigte sich begeistert von den Arbeiten, die in der Kirche vorgenommen worden waren. Die Ausgangslage vor der Renovierung war dramatisch gewesen: 2006 musste die Kirche gesperrt werden, weil sie einsturzgefährdet war. Nach Notsicherungsmaßnahmen wurde die Filialkirche dann renoviert.

Ursprung reicht weit zurück

Die Kirche war ab 1710 von Anton Kogler erbaut worden. Sie ersetzte eine gotische Kirche auf gleichem Platz, deren Existenz bereits im Jahr 1315 urkundlich belegt ist. Diese wurde aber wegen Baufälligkeit abgerissen. Um einen schnellen Neubau zu ermöglichen, entwarf Anton Kogler keine eigenen Pläne für den Neubau, sondern nutzte den Plan der Heilig-Kreuz-Kirche in Forstinning, die heute nicht mehr erhalten ist. „Das konkrete Weihedatum der Pretzener Kirche ist leider nicht mehr bekannt“, bedauert Pfarrer Jan-Christoph Vogler.

Zuerst stand dabei eine statische Sicherung an, dann wurde das gesamte Dach mitsamt Dachstuhl denkmalgerecht saniert. Zudem wurde das Fundament durch kreuzweises Unterspritzen mit Beton unterfüllt und verfestigt. Die Kirche erhielt anschließend außen einen neuen Anstrich.

Im Anschluss daran wurde das Innere von Sankt Georg saniert. Dabei ging es vor allem um die Ertüchtigung der Raumschale. Oberflächen wurden gefestigt, gereinigt und leicht retuschiert. Der Hochaltar wurde gereinigt und Schäden beseitigt. Auch schadhafte Stellen im Fußbodenbereich wurden denkmalgerecht saniert. Zudem wurden die Außenanlagen wieder hergestellt und in Eigenverantwortung der Pfarrei die Friedhofsmauer wieder auf das ursprüngliche Maß erhöht.

Mehr als eine halbe Million Euro

Rund 535.000 Euro hat die Sanierung der Pretzener Kirche gekostet. Den Großteil der Kosten trug das Erzbischöfliche Ordinariat München mit 364.500 Euro. Die Pfarrei Mariä Verkündigung Altenerding und deren Spender hatten 93.500 Euro beizusteuern. Zudem unterstützten die Bayerische Landesstiftung (50.000 Euro), der Landkreis (17.000 Euro) und die Stadt Erding (10.000 Euro) die Sanierung mit Zuschüssen. Zuständiger Architekt war der Münchner Peter Pongratz.

Der Abschluss der acht Jahre dauernden Arbeiten wurde am vergangenen Sonntag groß gefeiert. Nach dem ersten Teil des Gottesdienstes in Sankt Georg zog die Gemeinde in die dafür umgestaltete Maschinenhalle Fehlberger. Dort wurden Wortgottesdienst und Eucharistiefeier zelebriert. Im Anschluss stieg die weltliche Feier mit Kutschenfahrten, Hüpfburg und vielem mehr. (René Spanier/sts)