Neues Buch über Priestergemeinschaften

Pfarrerberuf ist kein Einsiedlerauftrag

Der Spiritual des Münchner Priesterseminars, Andreas Schmidt, beschäftigt sich in einem neuen Buch über Modelle priesterlichen Zusammenlebens. Darin schildert er acht Modelle einer Vita communis unter Seelsorgern.

Andreas Schmidt und sein Buch über Preistergemeinschaften (Bild: Andreas Schmidt/Pneuma Verlag)

München – Priestergruppen, die sich regelmäßig zum gemeinsamen Breviergebet treffen oder Pfarrer, die in einer WG leben und für alle Mitbewohner kochen. Es gibt viele Möglichkeiten für Kleriker in Gemeinschaft zu leben. Der Spiritual des Münchner Priesterseminars stellt in seinem Buch „Gemeinschaft unter Priestern. Modelle und Erfahrungen aus der Erzdiözese München und Freising“ acht Beispiele. Dazu hat Andreas Schmidt Interviews geführt, in denen Beteiligte über diese verschiedenen Formen priesterlichen Zusammenlebens sprechen. Wichtig seien feste Verabredung und Strukturen, erklärt Schmid. Es müsse den anderen Mitgliedern einer Gruppe auffallen, wenn jemand Verabredungen versäumt: „Man schaut aufeinander und darauf kommt es an.“ Die Gefahr, dass ein Seelsorger vereinsamt oder sich mit seinen Sorgen ins Pfarrhaus zurückzieht, sinke durch verbindliche Formen des Gemeinschaftslebens: „Die Berufung für ein Einsiedlerleben ist sicher nicht der Normalfall für einen Diözesanpriester“, so Schmidt. (alb)