Auktion in Monaco

"Papst-Lamborghini" für 715.000 Euro versteigert

Gefahren ist Papst Franziskus seinen Lamborghini nie. Aber er hat ihn signiert und nun für einen guten Zweck versteigern lassen.

Papst Franziskus signierte den Sportwagen im November 2017.

Monaco – Der Lamborghini, den Papst Franziskus im November vom Hersteller geschenkt bekam, ist für 715.000 Euro versteigert worden. Bei der Auktion am Samstag in Monaco erzielte der 580-PS-Sportwagen vom Modell Huracan RWD Coupe mehr als doppelt so viel wie maximal geschätzt. Der Einstiegspreis lag bei 150.000 Euro. Bei der Auktion im Grimaldi-Forum in Monaco erzielten nur wenige Autos mehr als den Schätzpreis.

Sonderanfertigung

Die Versteigerung der vom Papst gestifteten Sonderanfertigung in einer Bianco-Monocero-Lackierung mit goldenen Zierstreifen in Giallo Tiberino zog sich ungewöhnlich lange hin. Von dem Erlös gehen laut Angaben von Sotheby's 70 Prozent - also 500.500 Euro - in das vom "Islamischen Staat" zerstörte Mossul im Nordirak. Der Rest ist zu gleichen Teilen für Projekte in Zentralafrika sowie für eine medizinische und eine sozialkaritative Hilfsorganisation bestimmt.

Franziskus hatte das Sportcoupe mit einem Lackstift auf der Kühlerhaube signiert. Der Wagen sei praktisch neu und seither nicht gefahren worden, versicherte Sotheby's. Der Papst benutzt üblicherweise einen Ford Focus aus der vatikanischen Dienstwagenflotte. Angeblich besitzt er noch einen Renault R4, Baujahr 1984, ebenfalls in Weiß. (KNA)