Kurienreform

Papst berät sich mit Kardinalsrat

Papst Franziskus meint es ernst mit den Reformen: Zum zweiten Mal trifft er sich mit dem Kardinalsrat. Seit gestern beraten sie über eine Neustrukturierung der vatikanischen Leitungs- und Verwaltungsbehörden.

(Bild: Sankt Michaelsbund)

Vatikanstadt - Der Kardinalsrat für die Kurienreform berät seit Dienstag gemeinsam mit Papst Franziskus über eine Neustrukturierung der vatikanischen Leitungs- und Verwaltungsbehörden. Noch bis Donnerstag erörtern die acht Mitglieder, darunter der Münchner Kardinal Reinhard Marx, den künftigen Zuschnitt der Kongregationen, Räte und übrigen Kurienbehörden.

Im Mittelpunkt der Auftaktsitzung am Dienstagmorgen stand die Gottesdienstkongregation, wie Vatikansprecher Federico Lombardi mitteilte. Dabei sei es nicht um geringfügige Veränderungen, sondern um grundsätzliche Fragen gegangen. Die Sitzungen finden in einem Saal des vatikanischen Gästehauses Santa Marta statt, wo Papst Franziskus auch seit seiner Wahl im März wohnt.

Franziskus hatte den Kardinalsrat, der vom honduranischen Erzbischof Oscar Rodriguez Maradiaga (70) koordiniert wird, unmittelbar nach seiner Wahl berufen. Vor dem Konklave hatten die Kardinäle der Weltkirche den künftigen Papst um eine Verbesserung der römischen Arbeits- und Leitungsstrukturen gebeten.

Bei seiner ersten Konferenzrunde Anfang Oktober hatte der Kardinalsrat über die Arbeitsweise und die Kompetenzen der Bischofssynode gesprochen. Eine dritte Konferenzrunde ist für Mitte Februar geplant. Dies läge in zeitlicher Nähe zu dem Konsistorium, bei dem Franziskus neue Mitglieder ins Kardinalskollegium berufen will. (kna)