Ostern trotz Corona

Osterkorb-Segnung im Drive-through

Vielerorts muss die traditionelle Speisenweihe heuer ausfallen. Nicht aber im Pfarrverband Holledau. Dort hat sich Pfarrer Stephan Rauscher etwas ausgedacht.

Vielerorts ist es Brauch Osterkörbe zu segnen.

Nadlstadt – Vom Entfall der Ostergottesdienste ist auch der traditionelle Brauch der Speisenweihe berührt. Der bayerische Pfarrer Stephan Rauscher hat eine Alternative ersonnen. In seinem Pfarrverband Holledau wird es am Ostersonntag an vier Standorten Drive-through-Stationen geben. Dort können Gläubige ihre Körbe mit Eiern, Brot und anderen Lebensmitteln im Vorbeifahren segnen lassen. Interessenten werden gebeten, keine Fahrgemeinschaften zu bilden und ihre Fahrzeuge nicht zu verlassen.

Das Angebot solle keinen Event-Charakter haben und sei nur für Einheimische gedacht, sagte der Pfarrer dem Bayerischen Rundfunk. Der Segen funktioniere zwar auch bei gestreamten Gottesdiensten, aber "ein gläubiger Mensch freut sich dann doch, wenn er den Pfarrer nicht nur am Bildschirm sieht".

Wenn jemand beim Drive-through das Autofenster lieber geschlossen halten wolle, sei das kein Problem. "Der Segen geht durch", versicherte der Pfarrer. Zudem habe ihn der Herrgott mit einer lauten Stimme gesegnet. Von Fußgängern mitgebrachte Körbe würden jedoch nicht geweiht. (kna)

Dieser Artikel gehört zum Schwerpunkt Ostern