Flutopfer in Indien

Münchner Erzbistum spendet 100.000 Euro

Die Überschwemmungen im indischen Bundesstaat Kerala sind die schwersten seit 100 Jahren.

Hunderttausende mussten ihre Häuser verlassen

München – Das Erzbistum München und Freising spendet 100.000 Euro aus seinem Katastrophenfonds für die Opfer der Überschwemmungen im indischen Bundesstaat Kerala. Das teilte die Pressestelle der Erzdiözese am Donnerstag mit. Die Summe werde dem Hilfswerk Caritas International zur Verfügung gestellt. Dessen lokale Partner versorgten mehr als 10.000 Menschen unter anderem mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln.

Hunderttausende mussten ihre Häuser verlassen

Die Überschwemmungen in dem südindischen Bundesstaat sind laut Mitteilung die schwersten seit 100 Jahren. Mehrere Hundert Menschen sind demnach ums Leben gekommen, Hunderttausende mussten ihre Häuser verlassen und in Notunterkünfte gebracht werden. Gerade der arme Teil der Bevölkerung sei für solche Katastrophen nicht gerüstet: Ihre Lebensmittelvorräte seien schnell aufgebraucht und sie müssten durch die schwierige hygienische Situation den Ausbruch von Krankheiten fürchten. Während der Monsunzeit zwischen Juni und September komme es zudem in der Region regelmäßig zu Überschwemmungen.

Allerdings zeigten die Katastrophenvorsorgeprogramme des Hilfswerks bereits positive Wirkung, heißt es. Die Zahl der Toten durch Überschwemmungen habe sich im letzten Jahrzehnt erheblich reduziert. Die materiellen Schäden blieben jedoch weiter hoch. 2017 seien mehr als 45 Millionen Menschen in Südostasien davon betroffen gewesen, in Indien allein rund zehn Millionen Menschen. (kna)