Monacensia-Ausstellung zu Sommerfrische

Liebe und Literatur im Isartal

„Heimweh nach draußen“ heißt die neue Ausstellung der Monacensia über die Sommerfrische von Literaten und Künstlern im Isartal. Ganz in der Nähe der Sommerhäuser und Liebesnester zeigt sie mit Fotos und Textausschnitten, wie das Künstlervolk auf dem Land lebte, liebte und sich inspirieren ließ.

Landidylle auf Zeit (Bild: Irschenhausen, Archiv Peter Schweiger)

Es waren die Künstler, die in der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts das Landleben auf Zeit entdeckten. Wohlhabende Leute und viel später auch die weniger begüterten machten es ihnen nach. Die Schau im Hollerhaus, einem Künstlerhaus in Irschenhausen hoch über dem Isartal, zeigt wie das Landleben die Künstler beeinflusste und veränderte und umgekehrt auch die Städter das Land.

Sommerfrische, das bedeutete weg sein vom Alltag und auch von seinen Reglementierungen. Wie geschaffen, um neue Freundschaften zu schießen oder eine neue Liebe auszuleben in einem romantischen Bauernhaus. Rainer Maria Rilke fand seine Künstlerpersönlichkeit im Isartal mit Hilfe seiner Geliebten Lou Andreas-Salomé. D.H. Lawrence zeigte sich fasziniert von der Vitalität des Landlebens. Elisabeth Tworek. Leiterin der Monacensia berichtet im Gespräch über die Pflege von Liebe und Literatur in der Sommerfrische.

Heimweh nach draußen - Ausstellung im Hollerhaus, Irschenhausen

 

Tworek, Elisabeth (Hg.): Literarische Sommerfrische. Künstler und Schriftsteller im Alpenvorland. Ein Lesebuch, Allitera, 276 S., 19.90 €