Malteser Momente

Lebensretter auf vier Pfoten

Rettungshunde können verschiedene Aufgaben meistern. Eine davon ist das Mantrailing. Wir haben die Mantrailer der Malteser beim Training besucht.

Hundeführerin Fiorenza Hartmann (Bild: SMB)

Montagabend auf einem Parkplatz in Neuried im Münchner Süden. Nach und nach trudeln die Herrchen und Frauchen mit ihren Hunden ein. Der Parkplatz liegt am Waldrand, ideales Terrain für das anstehende Training. Auf dem Stundenplan der <link https: www.malteser-bistum-muenchen.de hauptmenue external-link-new-window internal link in current>Malteser Rettungshundestaffel Dachau steht Mantrailing, eine Methode, mit der Hunde gesuchte Personen ausfindig machen können.

Ausbilderin Fiorenza Hartmann übernimmt das Kommando. Sie holt ihre Hündin Marli aus dem Wagen. Die soll die bereits im Wald versteckte Person anhand eines Kopfhörers, der dieser Person gehört, finden. Dann geht alles ziemlich flott. Marli schnüffelt an dem Kopfhörer und zieht gleich darauf ihr Frauchen Richtung Wald. An einer Kreuzung im Wald ist Marli sich kurz unsicher, prescht aber dann zielsicher nach links ins Unterholz zur gesuchten Person. In diesem Moment sieht es so aus, als ob Fiorenza Hartmann die Kontrolle über ihren Hund verliert, die Leine scheint ihr zu entgleiten. Der Eindruck täuscht. Sie habe die Hundeleine bewusst losgelassen, erklärt die erfahrene Hundeführerin. Denn „wenn sie so schnell wird, dann weiß ich, sie ist am Schluss“. Zwei bis drei Jahre müsse ein Hund regelmäßig üben, bis er die Leistung bringen kann, die Marli gezeigt hat, erklärt der ehrenamtliche Leiter der Rettungshundestaffel Karl-Michael Brand, bevor es mit der nächsten Übung weitergeht.

Der Autor
Paul Hasel
Radio-Redaktion
p.hasel@st-michaelsbund.de