Kultur darf nicht sterben

Kirche muss Künstlern eine Bühne geben

Seit Wochen liegt die Kulturbranche brach. Die Kirche könnte Hilfestellung bieten. Ein Kommentar von Katharina Sichla.

Die Kirche könnte Bühne für Künstler und Kulturschaffende sein. © puhimec - stock.adobe.com

Keine Konzerte, Lesungen oder Aufführungen… Der Lockdown light bringt insbesondere Künstler und Kulturschaffende in Bedrängnis. Es gibt kaum Möglichkeiten, um Geld zu verdienen. Eine ganze Branche ist gefährdet.

Auf Instagram hatte letztens jemand eine Idee, der ich sofort etwas abgewinnen konnte. Er forderte, dass die Kirchen ihre Türen für Künstler aufmachen. Sie sollen sie in die Gottesdienste einladen. Ihnen eine Bühne geben. Eine Bezahlung ist da für mich selbstverständlich! So kann Kirche Menschen ganz konkret in einer Notsituation helfen. Das ist gelebte Nächstenliebe. Außerdem wären die Gottesdienste abwechslungsreich und Kirche kann zeigen, dass sie aufgeschlossen ist.

Chance für die Kirche

Dazu gibt es noch einen weiteren Nebeneffekt. So kommen auch Menschen, die einen Gottesdienst nicht unbedingt besucht hätten. Die Kirche kann Menschen etwas bieten, was sie gerade brauchen und vermissen. Und sogar noch mehr. Denn wer da ist, um die Künstler zu sehen, bleibt vermutlich auch für die Predigt sitzen. Eine echte Chance. Gleichzeitig könnten sich durch den Input der Künstler, Priester und Pfarrer inspirieren lassen. Es wäre also eine Win-Win-Situation für beide Seiten. Was sollte also dagegensprechen?

Die Autorin
Katharina Sichla
Teamleiterin mk online
k.sichla@st-michaelsbund.de

Dieser Artikel gehört zum Schwerpunkt Corona - Pandemie