Nach Machtübernahme der Taliban

Katholischer Verband IN VIA unterstützt afghanische Auszubildende

Die aktuelle Lage in ihrem Heimatland stürzt afghanische Jugendliche in München in eine Krise: Sie haben Angst um ihre Familien vor Ort. Für viele scheint ein Abbruch der Ausbildung die einzige Option. IN VIA will das verhindern.

Der katholische Verband IN VIA unterstützt Jugendliche in schwierigen Lebenssituationen. (Symbolbild)

München – Gemeinsam mit der Erzdiözese München und Freising unterstützt IN VIA München e.V. afghanische Auszubildende. Der Verein hat bei seiner letzten Mitgliederversammlung am 5. Oktober beschlossen, den Jugendlichen unbürokratisch zu helfen und Spenden zu sammeln. Barbara Igl, Vorständin von IN VIA München, erklärt: „Die Machtübernahme der Taliban stürzt auch afghanische Jugendliche, die wir während ihrer Berufsausbildung hier in München betreuen, in eine Krise. Jeden Tag werden sie von Sorgen und Angst um ihre Familie geplagt.“ Viele Auszubildende verwenden ihren gesamten Lohn, um für ihre Eltern und Geschwister die Versorgung von Essen und Medikamenten zu ermöglichen. Manche sind sogar gezwungen, sich dafür zu verschulden.

Hilfe ist garantiert

Laut des katholischen Verbands für Mädchen- und Frauensozialarbeit überlegen einige Auszubildende ihre Lehre abzubrechen, um mehr Geld für die Unterstützung ihrer Familie zu verdienen. "Wir motivieren die Geflüchteten, ihre Ausbildung auf jeden Fall weiterzumachen und geben ihnen die Gewissheit, dass sie nicht alleine sind und wir gemeinsam Hilfe organisieren. Wir können garantieren, dass die Hilfe dort ankommt, wo momentan die Not groß ist", verspricht Barbara Igl.

Dieser Artikel gehört zum Schwerpunkt Flucht & Asyl