Vergewaltigung

Katholischer Diakon verurteilt

Ein katholischer Diakon ist in München zu einer zweijährigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Der Mann gab zu, eine 15-jährige Ministrantin vergewaltigt zu haben.

Symbolbild

München – Wegen Vergewaltigung einer 15-jährigen Messdienerin ist ein katholischer Diakon am Donnerstag in München verurteilt worden. Das Amtsgericht verhängte eine zweijährige Haftstrafe und setzte sie zur Bewährung aus. Zu den Auflagen zählen, dass der 66-Jährige dem Opfer 10.000 Euro Schmerzensgeld zahlt und weitere 5.000 Euro an den Münchner Frauennotruf. Der jungen Frau und ihrer Familie darf er sich nicht mehr nähern, außerdem die nächsten fünf Jahre keine Kinder und Jugendlichen mehr beaufsichtigen. Das sei der maximal mögliche Zeitrahmen, erläuterte ein Gerichtssprecher auf Anfrage.

Opfer nicht aussagefähig

Beim Strafmaß wurden neun Monate Untersuchungshaft berücksichtigt. Strafmindernd wirkte sich ein Geständnis aus, wodurch dem Opfer eine Vernehmung vor Gericht erspart wurde. Die junge Frau nahm an der Verhandlung nicht teil, sie sei auch nicht aussagefähig, hieß es.

Der Mann hatte die Messdienerin bei einem Ausflug zu einem Ministranten-Treffen im Mai 2018 in Nürnberg vergewaltigt. Noch am selben Tag wurde er festgenommen, das Erzbistum München und Freising entpflichtete ihn vom Dienst. (kna)