28. Januar

Karl der Große

Dürer-Bild von Karl dem Großen (Bild: Wikipedia/PD-old)

Der Frankenkönig Karl wurde am 25. Dezember 800 von Papst Leo III. zum Kaiser gekrönt. Seine Krönung erneuerte das Kaisertum im Westen Europas. Sowohl Deutsche als auch Franzosen führen die Anfänge ihrer Nationalgeschichte auf Karl den Großen zurück. Ganz in der Tradition der römischen Kaiser seit Konstantin nutzt Karl den christlichen Glauben als Integrationsmittel für die vielen Völker in seinem Reich.

Auch die Bajuwaren werden 788 ins Frankenreich eingegliedert und nur zehn Jahre später entsteht die bayerische Kirchenprovinz, die im damaligen Altbayern ein Gebiet von Freising bis Südtirol umfasst. Karl nutzt die neue Kirchenprovinz, um die Agilofinger und ihre Residenzstadt Regensburg endgültig zu entmachten. Nicht in der heutigen Oberpfalz, sondern in Salzburg wird 798 der erste bayerische Erzbischof installiert. Über 1000 Jahre bleibt die bayerische Kirchenprovinz unter der Führung Salzburgs. Erst die Säkularisation bringt die heutige Kirchenordnung mit den Erzbistümern München und Freising sowie Bamberg als bayerische Metropolitanbistümer.