Gründonnerstag

Kardinal Marx wäscht Pfarrgemeinderäten die Füße

Am Gründonnerstag wird Kardinal Reinhard Marx zwölf Pfarrgemeinderäten die Füße waschen. Das Engagement von Ehrenamtlichen wurde im Erzbistum dieses Jahr groß gefeiert.

Kardinal Marx bei der Fußwaschung am Gründonnerstag im Münchner Liebfrauendom. (Archiv)

München – Kardinal Reinhard Marx wird bei der Messe vom letzten Abendmahl am Gründonnerstag (18. April) im Münchner Liebfrauendom zwölf Pfarrgemeinderäten die Füße waschen. Die symbolische Handlung erinnert daran, dass laut Evangelium Jesus Christus vor dem letzten Abendmahl in Jerusalem seinen Jüngern die Füße wusch.

Wie die Pressestelle der Erzdiözese München und Freising am Donnerstag mitteilte, sollen die sechs Männer und sechs Frauen stellvertretend für alle Ehrenamtlichen stehen, die sich seit 50 Jahren in den Pfarrgemeinderäten und weiteren Laiengremien des Erzbistums engagieren. Der Gottesdienst wird auf der Homepage des Erzbistums München und Freising live übertragen.

Beten im Liebfrauendom

1968 wurden in der Erzdiözese laut Mitteilung die ersten Rechtsgrundlagen für die Räte in Kraft gesetzt. Seitdem werden die Mitglieder der Pfarrgemeinderäte von den Gläubigen gewählt und nicht nur vom jeweiligen Pfarrer berufen. Die Pfarrgemeinderäte entsenden Vertreter in die Dekanatsräte, diese wiederum in den Katholikenrat der Region München sowie in den Diözesanrat der Katholiken, das oberste Laiengremium der Erzdiözese. 2018 wurde das Jubiläum bei zahlreichen dezentralen Veranstaltungen in Pfarrverbänden und Dekanaten gefeiert. Ein zentraler Festtag in München schloss Ende März dieses Jahres die Feierlichkeiten ab.

Der Gottesdienst am Gründonnerstag erinnert an die Einsetzung der Eucharistie beim letzten Abendmahl Jesu. Beim Gloria erklingen noch einmal Orgel und Glocken, bevor sie bis zur Feier der Osternacht verstummen. Nach der Messe wird das Allerheiligste zur Aufbewahrung an einen gesonderten Ort gebracht. Im Liebfrauendom ist dies die Sakramentskapelle auf der nördlichen Seite des Chorraumes. Bis 22 Uhr haben die Gläubigen dort die Möglichkeit zum stillen Gebet. (kna)

Dieser Artikel gehört zum Schwerpunkt Karwoche