Gottesdienst am Palmsonntag

Kardinal Marx fordert Ende des Kriegs in Syrien

Beim Gottesdienst im Münchner Liebfrauendom findet Kardinal Reinhard Marx deutliche Worte.

Kardinal Reinhard Marx hat ein Ende des Krieges in Syrien gefordert. (Archivbild)

München – Kardinal Reinhard Marx hat am Palmsonntag zum Ende der Gewalt insbesondere in Syrien aufgerufen. In dem Land, das seit Jahren von einem brutalen Krieg heimgesucht werde, kämpften Christen heutzutage ums Überleben. Der Erzbischof von München und Freising mahnte im Liebfrauendom: "Zu Beginn dieser Heiligen Woche rufe ich den Verantwortlichen zu: Stoppt die Gewalt! Macht dem Krieg ein Ende! Schafft Möglichkeiten, der Bevölkerung zu helfen, sie zu unterstützen und medizinisch zu versorgen!"

Mit Jesus seinen Kreuzweg gehen

Marx, der Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz ist, sagte laut Manuskript weiter: "Am Beginn der Karwoche geht unser Blick wie in jedem Jahr ins Heilige Land, in die Heimat Jesu, nach Jerusalem, wo Jesus gekreuzigt wurde, wo er auferstand." Zum Heiligen Land gehörten jedoch auch Israel und Palästina, Jordanien und Syrien. Überall dort lebten seit der Zeit Jesu Christen. Der Kardinal betonte: "Wir gehen in dieser Woche mit Jesus seinen Kreuzweg nach. Das können wir nur, wenn wir die Leidenden unserer Zeit nicht übersehen."

Am Palmsonntag gedenken Christen des Einzugs Jesu Christi in Jerusalem. Mit dem Sonntag vor Ostern beginnt die Karwoche zur Erinnerung an das Leiden und Sterben Jesu, bevor an Ostern seine Auferstehung gefeiert wird. (KNA)