Tierische Kirchenbesucher

Jungstorch nistet auf Dach der Eisenhofener Kirche

Rekord: Im Freistaat gibt es erstmals mehr als 700 Brutpaare von Weißstörchen. Auf dem Kirchturm in Eisenhofen hat ein Jungstorch das Licht der Welt erblickt.

Jungstorch auf dem Dach der Kirche in Eisenhofen im Landkreis Dachau.

Hilpoltstein/Eisenhofen – Der Kirchturm in Eisenhofen ist das zuhause eines Jungstorchs. Laut Medienberichten ist es 20 Jahre her, dass ein Storch sich in dem Horst niedergelassen hat. Der Landesbund für Vogelschutz (LBV) hat dem jungen Vogel nun einen Erkennungsring angelegt. Seit vielem Jahren pflegt der Verbund guten Kontakt mit den Kirchengemeinden vor Ort. So kümmert er sich um Brutplätze von Dohlen, Falken und Fledermäusen in mehreren Kirchen im Landkreis.

Immer mehr Störche in Bayern

Erstmals gibt es im Freistaat mehr als 700 Brutpaare von Weißstörchen. Mindestens 100 Neuansiedlungen habe man dieses Jahr gezählt, hauptsächlich in Schwaben und Mittelfranken, teilte der LBV am Mittwoch im mittelfränkischen Hilpoltstein mit. 2019 waren demnach noch 634 Brutpaare in Bayern verzeichnet worden. "Da in Bayern ein Großteil des Storchenbestandes über eine ungefährlichere westeuropäische Route in den Süden zieht und oft schon in Spanien überwintert, gibt es bei uns immer mehr Störche", hieß es.