Max Luger

Ich verteile Geld

Wer etwas übrig hat, gibt es ihm und wer etwas braucht, bekommt von ihm. Mindestens 100 Euro. Weil er Almosen nicht mag.

Der 68-jährige Rentner will für Gerechtigkeit sorgen. Deshalb hat er einen Container in der Salzburger Altstadt aufgebaut. "Fair Shar€" heißt sein Projekt. Das funktioniert wie ein Stadtbrunnen, sagt er. Es fließe Geld hinein und hinaus. Diesen Geldfluss dokumentiert Luger auf seinem gläsernen Konto. Wer etwas haben möchte, muss ihm erzählen, wofür er es braucht. Für die Stromrechnung beispielsweise, wenn die besonders hoch war. Oder für eine Fahrkarte zum Begräbnis eines Verwandten. Aber man darf nicht regelmäößig kommen. Obdachlose weist er ab. Frauen mit Kindern bekommen zuerst etwas, denn die trauen sich nicht, bei den Kirchen um Hilfe zu bitten...

Erstausstrahlung Juni 2018

Die Autorin
Brigitte Strauß-Richters
Radio-Redaktion
b.strauss-richters@st-michaelsbund.de

Buchtipps

Der Geldverteiler vom Mirabellplatz. Eine soziale Utopie

Der ehemalige Banker und Mönch Max Luger verwirklicht seinen Traum einer gerechteren Gesellschaft auf ganz individuelle Weise. In einem Container vor dem Schloss Mirabell, mitten in Salzburg, verteilt er in Sichtweite des Bürgermeisteramts gespendetes Geld an die Bedürftigen der Stadt. Seine Utopie nennt er FAIRSHAREUR. Damit handelt er aktiv vor dem Hintergrund des immer weiter schrumpfenden Sozialstaates und hält unserer Gesellschaft einen Spiegel vor.

Der Autor, Stefan Selke, begleitet das Projekt seit Oktober 2013 und skizziert die zahlreichen Höhen und Tiefen. Die soziale Utopie des Geldverteilers erzählt der Autor aus verschiedenen Perspektiven basierend auf einem Erfahrungsbericht von Max Luger, der die entscheidenden ersten Jahre des Projekts und die eigene Biografie zusammenfasst, sowie auf zahlreichen persönlichen Begegnungen und Gesprächen. Hinzu kommen eigene Beobachtungen im Container und rund um den Mirabellplatz in Salzburg. Auf diese Weise entsteht ein komplexes Bi

ld dieses Experiments, welches uns zu einer eigenen Bewertung einlädt: Können wir selbst für eine gerechtere Welt sorgen?

21,95 € inkl. MwSt.

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