Malteser Momente

Herausforderung Ehrenamt

Als Diözesanoberin kümmert sich Stephanie Waldstein um die Ehrenamtlichen in den sozialen Diensten. Keine einfache Aufgabe in einer Zeit, in der es kein einheitliches Verständnis mehr von Ehrenamt gibt.

Malteser Besuchsdienst mit Hund

Seit gut 25 Jahren engagiert sich Stephanie Waldstein ehrenamtlich bei den Maltesern. Es war ihr Ehemann, der die Leidenschaft in ihr weckte, anderen zu helfen, ohne etwas dafür zu verlangen. Noch in ihrer Verlobungszeit habe er sie mitgenommen auf die Malteserwallfahrt für Menschen mit Behinderung nach Lourdes, erzählt Waldstein. Das sei ihre erste Berührung mit dem Ehrenamt gewesen. Dabei habe sie erfahren, „dass Helfen so viel zurückgibt, dass man dadurch unglaublich viel lernt“. Für sie ist das Ehrenamt eine Herzenssache.

Stephanie Waldstein © Malteser Erzbistum München und Freising

Deshalb beäugt die Malteserin durchaus kritisch, wenn anderswo freiwillige Helfer bezahlt werden. Dieser „schleichende Paradigmenwechsel“ gehört zu den großen Herausforderungen, mit denen sich Waldstein in den kommenden Jahren als Diözesanoberin auseinandersetzen muss. Sie macht keinen Hehl daraus, dass sie die christlich geprägte Form des unentgeltlichen Ehrenamts beibehalten möchte. Bei den Maltesern will sie sich dafür einsetzen, dass Kopf und Herz beim Ehrenamt getrennt bleiben. Als wichtige Aufgaben für die Zukunft sieht Stephanie Waldstein bei den sozialen Diensten vor allem das ehrenamtliche Engagement für Menschen mit Demenz und für Menschen, die unter Einsamkeit leiden.

Der Autor
Paul Hasel
Radio-Redaktion
p.hasel@st-michaelsbund.de

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