Bronze statt Stahl

Glocken als Geburtstagsgeschenk für Wamberger Annakirche

Mit der Weihe des neuen Geläuts kommt auch die Renovierung der Partenkirchener Fililialkirche Wamberg zum Abschluss.

Klingen künftig im Wamberger Kirchturm: die von Pfarrer Lackermeier geweihten neuen Glocken für Sankt Anna. © Wolfgang Erhardt

Partenkirchen – Zehn Mal Bronze für das Werdenfelser Land. Drei Gotteshäuser in der Pfarrei Partenkirchen haben neue Glocken bekommen. Am 26. Juli, dem Patroziniumstag, hat Pfarrer Andreas Lackermeier nun auch die  letzten Glocken vor der Filialkirche Sankt Anna im Ortsteil Wamberg geweiht. Die anderen Geläute haben ihre Weihe bereits Mitte Juli im Olympiaskistadion empfangen.

Für die Filialkirche Sankt Anna in Wamberg ist es auch ein Geburtstagsgeschenk: der Bau wurde vor 300 Jahren begonnen. „Gleichzeitig haben wir auch die rund zweijährige Sanierung fast abschließen können“, erklärte Kirchenpfleger Josef Angelbauer. Die auf einer Höhe von über 1000 Metern liegende Barockkirche beherbergt unter anderem einen künstlerisch bedeutenden Altar, der die heilige Anna, die Gottesmutter Maria und das Jesuskind zeigt. Der aus Wamberg stammende Andreas Onich soll eigens für diesen Altar aus Prag angereist sein, wo er als Bildhauer erfolgreich war. Er hat den Bau der Kirche in seinem Heimatort auch angestoßen und vorangetrieben, der eine Holzkapelle ersetzte.

Spendenfreudige Einheimische und Gäste

Die Sanierung kostete rund 460.000 Euro, davon stammen rund 100.000 Euro aus Spenden. Dazu kamen Mittel der Deutschen Stiftung für Denkmalschutz, der öffentlichen Hand und der Erzdiözese München und Freising. Die drei neuen Bronzeglocken für Wamberg ersetzen das bisherige Stahlgeläut, das nach gut siebzig Jahren erhebliche Schäden zeigte. Sie müssen nun noch im  Glockenstuhl montiert werden. Ebenso wie die Glocken für die Partenkirchner Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Josef Angelbauer hofft, dass in Partenkirchen das Geläut pünktlich zum Patrozinium am 15. August zum ersten Mal erklingen kann.

Die Glocken in der Wallfahrtskirche Sankt Anton sind dagegen schon einsatzbereit. Die Töne der drei Geläute sind aufeinander abgestimmt. Noch in den Sommerferien sollen sie in einem Werdenfelser Glockenkonzert gleichzeitig zu hören sein. Die Kosten für die zehn Glocken belaufen sich auf etwa 350.000 Euro. Laut Pfarrer Lackermeier sind sie zu 90 Prozent durch Spenden von Einheimischen und Urlaubsgästen finanziert.

Der Autor
Alois Bierl
Chefreporter Sankt Michaelsbund
a.bierl@st-michaelsbund.de

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