Meinung
Weihnachten

Geschenke mit einem neuen Blick betrachten

Da liegen sie, Dinge, die einem nicht gefallen oder die nicht gebraucht werden: Nicht alles unterm Christbaum hat für Begeisterung gesorgt! Doch was mit den unliebsamen Geschenken tun?

Nicht alle Geschenke an Weihnachten kommen gut an. © ronstik - stock.adobe.com

Ein Schmuckstück, das nicht den Geschmack trifft, der selbstgestrickte Schal, dessen Farbe nicht gefällt oder auch das Küchengerät, für das es keine Verwendung gibt: Nicht alle Geschenke kommen gut an. Doch wie damit umgehen?

Persönlichen Bezug schaffen

Für welche Umgang sich der Beschenke auch entscheidet: Wichtig ist, dass er wertschätzt, dass an ihn gedacht und dieses Geschenk für ihn bewusst ausgewählt wurde. Aus diesem Blickwinkel betrachtet erscheint manch ein Geschenk gleich in einem anderen Licht. Die Tasse mit dem hässlichen Motiv entspricht vielleicht nicht dem eigenen Stil, doch beim Nutzen kommt einem gleich die verrückte Oma mit dem zweifelhaften Geschmack in den Sinn. So betrachtet fällt die Trennung von dem Geschenk vielleicht dann doch schwerer.  

Wem könnte das Geschenk gefallen?

Doch was ist, wenn auch ein persönlicher Bezug das Geschenk nicht aufwerten kann? Verkaufen? Weiter verschenken? Beides wäre für mich eine Lösung. Voraussetzung für mich ist dabei, immer die wertschätzende Haltung. Schlecht sollte über das Geschenk nie geredet werden. Und: Genauso wie mir das Geschenk mit Freude geschenkt wurde, sollte ich es dann auch weitergeben und mir überlegen, wo es gut aufgehoben ist. Wem könnte das Geschenk gefallen?       

Eins geht für mich überhaupt nicht: Wegwerfen. Wer ein Geschenk wegwirft, wirft die Beziehung zu dem Schenkenden gleich mit in die Tonne.

Die Autorin
Katharina Sichla
Teamleiterin mk online
k.sichla@st-michaelsbund.de

Dieser Artikel gehört zum Schwerpunkt Advent & Weihnachten