St.-Irmengard-Schulen

Generalsanierung folgt pädagogischem Konzept

Das Erzbistum München und Freising investiert rund 60 Millionen Euro in die St.-Irmengard-Schulen in Garmisch-Partenkirchen. Wofür das Geld verwendet wird, lesen Sie hier.

Innenhof der St.-Irmengard-Schulen

Garmisch-Partenkirchen – Generalsanierung, teilweiser Neubau der Gebäude und mehr Platz für die Schüler: So sollen die St.-Irmengard-Schulen in Garmisch-Partenkirchen fit für die Zukunft gemacht werden. Dafür investiert das Erzbistum München und Freising als Träger der Schule rund 60 Millionen Euro. Mit den Schularten Gymnasium, Realschule und Fachoberschule sei die Einrichtung auf individuelle Bildungswege ausgerichtet, sagte Sandra Krump, Leiterin des Ressorts Bildung im Erzbischöflichen Ordinariat.

Durch die Sanierung sollen die Räumlichkeiten diesem pädagogischen Konzept angepasst werden. Bei allen schulischen Baumaßnahmen versuche das Erzbistum stets von der Pädagogik her zu denken, so die Ressortleiterin. „Es soll ein Ort werden, an dem sich Tradition und Moderne verbinden. Die Kinder und Jugendlichen sollen sich hier wohlfühlen, gut lernen können und am Ende die Schule hoffentlich mit einem lachenden und einem weinenden Auge verlassen“, betonte Krump gegenüber mk online.

Die neue Turnhalle wird deutlich größer sein als die aktuelle.
Die neue Turnhalle wird deutlich größer sein als die aktuelle. © Kiderle

Schule zieht um

Bei einer Pressekonferenz am Montag, 24. April, teilten die Verantwortlichen mit, dass das Platzangebot des Schulzentrums um 2.000 Quadratmeter erweitert werde und auch eine neue Aula mit Theaterbühne hinzukomme. Zudem würden die Schülerinnen und Schüler nicht mehr nach Schularten, sondern nach Jahrgangsstufen gemeinsam untergebracht. Während der rund zweijährigen Bauphase ab den Faschingsferien 2018 sollen die rund 1.100 Jugendlichen in einem Ausweichgebäude in Containerbauweise in der Nähe des Bahnhofs unterrichtet werden.

Schulleiter Otmar Würl lehrt seit 19 Jahren an der Einrichtung und freut sich über die geplanten Baumaßnahmen. „Viele Räume werden den heutigen Klassengrößen einfach nicht gerecht. Außerdem gibt es einige Bereiche in der Schule, die seit der Eröffnung 1930 nicht angefasst wurden.“ Das neue pädagogische Konzept wolle die drei vorhandenen Schularten noch enger miteinander verzahnen. So könnten die Schülerinnen der Realschule etwa nach der 10. Klasse auf das Gymnasium wechseln.

Die Klassenräume der Schulen sollen größer werden.
Die Klassenräume der Schulen sollen größer werden. © Kiderle

Ganztagesangebot

Im Zuge der Baumaßnahmen würden die räumlichen Voraussetzungen für einen Ausbau des offenen Ganztagsangebotes geschaffen. Das Tagesheim, dessen Kapazität schon jetzt nicht mehr ausreiche, könne dadurch weitere Plätze anbieten. Laut dem Ordinariat würden gleichzeitig zusätzliche Aufenthalts-, Arbeits- und Rückzugsmöglichkeiten im ganzen Gebäude für die Schüler geschaffen.

Im Innenhof entstehe eine neue Aula mit Theaterbühne, die als Versammlungsstätte und für kulturelle Angebote genutzt werden könne. Bisher hätten diese nur in der dafür eigentlich nicht geeigneten Turnhalle stattfinden können. Das Dach der neuen Aula soll dann als Pausenhof dienen. Die Turnhalle werde im Zuge der Baumaßnahme durch eine deutlich größere 2,5-fach-Turnhalle ersetzt. Der in den 1970er Jahren entstandene Erweiterungsbau im Südosten der Schule werde abgerissen und durch einen deutlich größeren Neubau mit Bibliothek ersetzt.

Energie sparen

Zudem werde durch die Sanierung das gesamte Schulgebäude barrierefrei zugänglich gemacht. IT, Gebäudetechnik und Brandschutz würden auf den neuesten Stand gebracht. Ein besonderer Schwerpunkt liege auf der Nachhaltigkeit, der Energieverbrauch in den Gebäuden soll deutlich zurückgehen. (Klaus Schlaug/Manuel Rauch/pm)

Die Einschreibung für die fünften Klassen des Gymnasiums und der Realschule findet in den St.-Irmengard-Schulen von Montag bis Freitag, 8. bis 12. Mai, statt. Von Montag bis Mittwoch jeweils von 9 bis 16 Uhr, am Donnerstag von 9 bis 18 Uhr und am Freitag von 9 bis 12 Uhr sind Eltern eingeladen, ihre Töchter für das im Herbst beginnende Schuljahr anzumelden. An den beiden Mädchenschulen lernen derzeit jeweils rund 500 Schülerinnen. Die Fachoberschule, die für Mädchen und Jungen offen ist, besuchen weitere rund 50 Jugendliche.
Die heutigen St.-Irmengard-Schulen wurden 1930 als „Höhere Mädchenschule mit Erziehungsinstitut der Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau in Garmisch-Partenkirchen“ gegründet. 1975 gingen sie in die Trägerschaft des Erzbistums München und Freising über.