Lichtzauber in der Dunkelheit

Finnische Kirchen bei langer Nacht der Museen

Die lange Nacht der Museen in München bietet viele Entdeckungen. Eine davon ist die Galerie der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst (DG). Sie zeigt die Ausstellung „Lichtzauber und Materialität. Kirchen und Kapellen in Finnland seit 2000“. Die ungewöhnlichen Gotteshäuser sind oft aus Holz und achten bei der Ausstattung auf zeitgemäßes Design.

Die Schindelkirche in Kärsämäki steht dort, wo ihr Material herkommt: im Wald. (Bild: dgfck/Jussi Tiainen)

München – Die Galerie der DG in der Münchner Türkenstraße 16 hält kommenden Samstag ihre Türen von 19.00 bis 2.00 Uhr geöffnet. Sie beteiligt sich mit der Schau „Lichtzauber und Materialität. Kirchen und Kapellen in Finnland seit 2000“ an der langen Nacht der Museen. „Die dortigen Architekten haben das uralte und bewährte Material Holz wiederentdeckt und die Kirchen zeichnen sich durch besondere Lichtführung aus“, so Galerieleiter Wolf Jean Stock. Das Land in Nordeuropa sei im modernen Kirchenbau „am stärksten präsent“. Auch das Design der Kirchenausstattung habe eine „überragende Qualität“ vorzuweisen, sagte Stock, der die Ausstellung auch kuratiert hat.

Exotischer Touch

Die Besucher könnten erleben, wie „vielfältig und menschenfreundlich“ moderne Kirchen in Finnland gebaut, außerdem habe das Land „auch einen gewissen exotischen Touch“. Während der Nacht der langen Museen zeigt die Galerie der DG einen Film über die Entsteheung der Schindelholzkirche in Kärsämäki und bietet um 20.00 und 22.00 Uhr Führungen durch die Ausstellung an, die Fotos und Modelle zeigt.

Die Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst ist 1893 aus der katholischen Laienbewegung hervorgegangen, um den Dialog zwischen Kirche und Kultur zu fördern. Sie unterhält deshalb auch eine eigene Galerie, in der sie Wechselausstellungen zeigt. (alb)

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