Christa Stewens auf Redaktionsbesuch

„Familien mit Kindern sind eine aussterbende Spezies.“

Die CSU-Fraktionsvorsitzende im Bayerischen Landtag, Christa Stewens, hat die Rolle von Familien mit Kindern hervorgehoben.

CSU-Fraktionsvorsitzende Christa Stewens im Gespräch (Bild: Sankt Michaelsbund)

Bei einem Besuch der Redaktionen des Sankt Michaelsbundes in München warb die sechsfache Mutter für eine längere Bindung von Kleinkindern an ihre Bezugspersonen.

Im Bezug auf die Kinderbetreuung favorisiere Stewens deshalb die Einrichtung von Kinderhäusern. Bei Kinderkrippen, Kindergärten und Kinderhorten in einer Einrichtung sei eine längerfristige Betreuung durch dieselben Personen möglich. Der Betreuungsschlüssel in Kindergärten habe sich in Bayern bereits von 1 zu 12,5 auf 1 zu 11 verbessert. „Das Problem ist, dass uns aber die Fachkräfte bei den Kitas fehlen. Beim Personalschlüssel bei den unter Dreijährigen müssen wir noch zulegen.“

Zur Stärkung von jungen Familien könne sie sich persönlich auch ein Wahlrecht für Familien vorstellen. Bisher gibt es dort verfassungsrechtliche Probleme: „Auf Dauer muss man sich so etwas aber überlegen, da Familien mit Kindern eine aussterbende Spezies bei uns sind.“ In Zukunft würden ihre Interessen aber aufgrund der Überalterung der Gesellschaft noch weiter in den Hintergrund gedrängt werden.

In den kommenden Wochen werden Vertreter von den Fraktionen im Landtag, sowie von Parteien, die in das Maximilianeum einziehen wollen, zu Gesprächen beim Sankt Michaelsbund erwartet. In den beiden Ausgaben der Münchner Kirchenzeitung im Vorfeld der Wahlen wird es dann ein Panorama zu den zur Wahl stehenden Parteien geben. Christa Stewens sitzt seit 1994 im Landtag. Von 2001 bis 2008 war sie Bayerische Staatsministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Frauen. Am 26. April diesen Jahres übernahm Stewens den CSU-Fraktionsvorsitz, nachdem Georg Schmid im Zuge der Verwandtenaffäre von seinem Amt zurückgetreten war. (acs/ks)