Perseiden im August 2019

Es fallen weniger Sternschnuppen

Im August regnet es normalerweise besonders viele Sternschnuppen. Doch in diesem Jahr rechnen die Experten eher mit unterdurchschnittlichen Fallraten. Außerdem sind die Rahmenbedingungen ungünstig.

Außerhalb der Stadt sind die Sternschnuppen besonders gut zu sehen.

München – Himmelsgucker und Hobby-Astronomen müssen diesmal tapfer sein. Zwar beschert der August regelmäßig den reichsten Sternschnuppenstrom des Jahres. Doch in diesem Jahr rechnen die Experten eher mit unterdurchschnittlichen Fallraten; zudem findet der Auftritt der sogenannten Perseiden unter ungünstigen Rahmenbedingungen statt. Immer wenn die Erde die Bahn des Kometen Swift-Tuttle quert, stürzt eine große Menge Trümmer des Kometen in die Erdatmosphäre und verglüht. Niemals sonst im Jahresverlauf lässt sich eine so große Menge Sternschnuppen beobachten.

Das Maximum von knapp 100 Sternschnuppen pro Stunde erwarten die Experten für den 13. August - allerdings zwischen 4.00 und 17.00 Uhr und damit fast komplett in die Tagstunden. Die meiste Meteore können Himmelsbeobachter deshalb am Morgen des 13. August kurz vor Einsetzen der Morgendämmerung beobachten. Dabei stört jedoch das Licht des zunehmenden, fast vollen Mondes. "Wer sich dennoch zu einer Sternschnuppennacht unter freiem Himmel entschließt, sollte dieses mit realistischen (also bescheidenen) Erwartungen tun", heißt es im Internetportal www.leoniden.net.

Tränen des Laurentius

Die Sternschnuppen scheinen aus dem Sternbild Perseus zu kommen, daher die Bezeichnung Perseiden. Im Volksmund werden sie auch als "Tränen des Laurentius" bezeichnet, weil sie um den Namenstag dieses populären Heiligen am 10. August zu sehen sind.

Der Begriff "Laurentius-Tränen" leitet sich vom Märtyrer Laurentius her, der am 10. August 258 in Rom auf einem glühenden Rost zu Tode gefoltert worden sein soll. Dabei soll der Heilige einerseits Tränen über die Sünden seiner Mitmenschen vergossen haben. Andererseits berichtet die Legende von einem unter Qualen lachenden Märtyrer: Er soll dem Henker befohlen haben, ihn auf dem Feuer zu wenden, der Braten sei auf der einen Seite schon gar. Seitdem gilt Laurentius als Nothelfer für Brandverletzte und Fieberleidende sowie als Patron der Feuerwehrleute, Köche, Bäcker, Glasbläser und Köhler. Außerdem soll er vor den Qualen des Fegefeuers bewahren.

Im Erzbistum München und Freising haben sie besonders an diesen Orten die Chance Sternschnuppen zu sehen:
- Olympiapark
In Münchener Innenstadt wird es nie wirklich dunkel. Wer aber keine Zeit hat ins Umland rauszufahren, der hat wohl die größten Chancen am Olympiapark Sternschnuppen zu sehen. Von dem Hügel aus, hat man eine besonders gute Sicht.
- Kloster Maria Eck, Chiemgau
Mit Aussicht auf die Berge und einem Panoramablick auf den Chiemsee lassen sich hier romantisch die Sternschnuppen zählen.
- Raus aus der Stadt
Denn da ist es deutlich dunkler und die Sicht deshalb besser. Zum Beispiel an den Ufern vom Starnberger See und Ammersee.