Zehn Jahre Bundesfreiwilligendienst

"Eine durchweg positive Bilanz"

Vor zehn Jahren, am 1. Juli 2011, wurde in Deutschland der Bundesfreiwilligendienst eingeführt. Nach aktuellem Stand sind derzeit bundesweit mehr als 36.000 "Bufdis" im Einsatz.

Seit 2011 gibt es den Bundesfreiwilligendienst. (Symbolbild) © Fotolia.com/shootingankauf

München – Allein im Caritasverband des Erzbistums München und Freising und den angeschlossenen Einrichtungen haben seit Einführung 2175 Bundesfreiwillige gearbeitet, aktuell sind es 253. Daniel Pojda, Bildungsreferent und zuständig für die Betreuung und Begleitung der "Bufdis" spricht von einer „durchweg positiven Bilanz“. Über 2.000 meist junge Freiwillige hätten sich sozial engagiert und die Einrichtungen durch ihre Arbeit sehr bereichert.

Da der Bundesfreiwilligendienst arbeitsmarktneutral sei, die Freiwilligen also lediglich zur Unterstützung und nicht als Ersatz für die regulären Arbeitskräfte eingesetzt würden, könnten durch sie Projekte durchgeführt werden, für die sonst keine Zeit wäre.

Die Bundesfreiwilligen werden bei der Caritas in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt, angefangen beim Kindergarten, über Pflegeheime bis hin zu Behindertenwerkstätten.

Vorteil gegenüber Zivildienst

Gab es vor zehn Jahren noch Vorbehalte gegen die "Bufdis", zeigt sich heute, dass sie einen entscheidenden Vorteil gegenüber den Zivis haben. „Sie entscheiden sich ganz bewusst für den Dienst am Menschen“, so Pojda. Er bekräftigt noch einmal, dass der Dienst am Menschen auf Freiwilligkeit beruhen sollte.

Und auch das haben die vergangenen zehn Jahre gezeigt: der Bundesfreiwilligendienst ist eine "Win-Win-Situation". „60 Prozent unserer Bundesfreiwilligendienstleistenden bleiben danach im sozialen Bereich“, so Pojda, „sie beginnen Ausbildungen im Bereich der Erziehung, Altenpflege, oder sie studieren Soziale Arbeit.“

Bundesweit haben sich seit dem Start mehr als 400.000 Menschen im Bundesfreiwilligendienst engagiert. „Für diesen enormen Einsatz möchte ich mich bei allen "Bufdis" bedanken“, sagt Edith Kürten, Präsidentin des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA).

Die Autorin
Linda Burkhard
Radio-Redaktion
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