Versuch einer Ferrante-Biographie

Die geniale Autorin durchleuchtet

Elena Ferrante hat mit ihrer Neapel-Saga einen Welterfolg erzielt. Die wahre Identität der Autorin aber wurde noch nicht gelüftet. Nun ist ein Buch über die „geniale Autorin“ erschienen.

Lila und Lenu - Eine Szene aus dem Trailer der Ferrante-Verfilmung © Official Trailer (HD) HBO Drama Series

Schon lange bevor die Ferrante-Romane auf Deutsch erschienen sind, hat der Autor und Literaturkritiker Nicola Bardola die Autorin auf italienisch gelesen. Jetzt unternimmt er den Versuch, die frühen Romane und die Neapel-Tetralogie im Zusammenhang zu sehen.
Die ersten Romane wirken wie ein Konzentrat in dem die wichtigsten Motive der Neapel-Sage bereits enthalten sind. Doch die Tetralogie ist vollkommen anders erzählt.
Das ist wohl Kern des Sogs, in den der Leser gezogen wird. Und erstaunlicherweise kennt die Weltliteratur keine vergleichbare Erzählung, die zwei Frauen und ihre lebenslange Freundschaft zum Dreh- und Angelpunkt macht.
Bardola reiste nach Neapel, entdeckte dort ein Schuhgeschäft mit Namen „Ferrante“, und geriet dann doch in die Rolle des Detektivs, der herausfinden wollte, wer hinter dem Pseudonym steckt.
Die eine Zeitlang am häufigsten genannte Anita Raja ist es nicht, glaubt Bardola. Er traf bei Freunden eine andere Autorin, die in seiner Vorstellung Ferrante sein könnte, er glaubt dafür auch einen kleinen Beweis zuhaben und der Ferrante-Interpret ist sicher es wird neue Ferrante Bücher geben, auch einen Roman.

Buchtipps

Nicola Bardola: Meine geniale Autorin, Reclam, 311 S.

24 € inkl. MwSt.

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Elena Ferrante: Lästige Liebe, Suhrkamp, 206 S.

22 € inkl. MwSt.

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Autoreninterview mit Nicola Bardola über Elena Ferrante