Gottesdienstübertragung aus Inzell

Der Erzengel Michael ist in Inzell eine Institution

Erfahren Sie hier etwas über die Geschichte der barocke Dorfkirche. Am Sonntag überträgt das Münchner Kirchenradio den Festgottesdienst zu Ehren des Kirchenpatrons.

Die Figur des Heiligen Michael wird beim Michaeliritt mitgeführt

Inzell – Bekannt ist der Ort vor allem aus zwei Gründen: im Sommer ist er ein beliebter Urlaubsort für Berg- und Wanderhungrige. Im Winter ein Mekka der Eisschnellläufer. Aber auch das Brauchtum und der Glaube haben in dem Dorf noch immer einen großen Stellenwert. Nicht zuletzt wird das Jahr für Jahr rund um den 29. September sichtbar, dem Gedenktag des Heiligen Michael. Dem Erzengel ist die barocke Dorfkirche geweiht. Nach einem Brand ist das Gotteshaus im 18. Jahrhundert von Grund auf neu gebaut worden. Nur der Kirchturm konnte vor dem Feuer gerettet werden.

Erste Hinweise auf die Verbreitung des Christentums in der Region finden sich in Aufzeichnungen aus dem Jahr 959. Es sind die ersten schriftlichen Überlieferungen von Inzell. Darin weist auch die Bezeichnung „Cella Interior“- also Innere Zelle auf einen möglichen Kirchenbau hin. Das Gebiet wurde damals dem Erzbischof von Salzburg übergeben. Später gehörte es zum Augustiner Chorherrenstift Bad Reichenhall. Doch die Verbindung ins Nachbarland Österreich sind nie abgerissen, was auch in dem Bau der Barockkirche sichtbar wird. Die Pläne dafür stammen vermutlich von einem Salzburger Maurermeister, der Stuck von einem Künstler aus dem Innviertel.

Patrozinium on Air

Einmal im Jahr sind wegen des Heiligen Michael alle Dorfbewohner auf den Beinen: beim traditionellen Michaeliritt. Rund 250 prächtig geschmückte Pferde und ihre Reiter ziehen durch das Dorf und erhalten an der Liebfrauenkirche einen Segen. Das Münchner Kirchenradio überträgt den Patroziniumsgottesdienst am Sonntag, 24. September, um 9.30 Uhr.

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