100 Jahre Frauenwahlrecht

Couragiert und zielstrebig - Politisch engagierte Münchnerinnen

Seit hundert Jahren haben Frauen in Bayern das Wahlrecht. Wie sie sich in München schon in den Jahrzehnten davor politisch engagiert haben und wie diese Entwicklung weiterging – das hat die Historikerin Adelheid Schmidt-Thomé für ihr neues Buch recherchiert.

Frauenstimmrechtskongress 1912 in München -Titelbild des Kalenders "100 Jahre Frauenwahlrecht"

Eigentlich wollte sie einfach über die ersten weiblichen Abgeordneten des bayerischen Landtags schreiben. Doch dann stellte Adelheid Schmidt-Thomé fest, dass sich nur mehr wenig über diese Frauen herausfinden lässt und erweiterte ihre Suche auf Münchnerinnen, die sich politisch engagierten vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis ihre Aktivitäten durch die Nationalsozialisten erstickt wurden.

Bildung für Frauen schrieben sie sich als erstes auf die Fahnen, denn höhere Schulen für Mädchen, das war immer noch Fehlanzeige in Deutschland. Neben sozialer Unterstützung für Mädchen und Frauen war es der Frieden, das als politisches Thema Frauen aller Denkrichtungen einte.

Später waren sich die politischen Frauen in der Ablehnung der Nationalsozialisten quer durch die Lager einig. 1923 sprachen sie beim bayerischen Innenminister vor, um Hitler als kriminellen Ausländer ausweisen zu lassen.

Die Autorin hat außerdem einen Kalender zusammengestellt über „100 Jahre Frauenwahlrecht“. Dort kann man Monat für Monat die entscheidenden Gesichter und Orte kennen lernen. Der Kalender kostet 15 € und kann per Mail bestellt werden bei schmidt-thome@t-online.de

Buchtipps

Adelheid Schmidt-Thomé: Sozial bis radikal. Politische Münchnerinnen, Allitera, 268 S.

19,90 € inkl. MwSt.

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