Kriseninterventionsdienst

Bergwacht zeichnet Diakon Andreas Müller-Cyran aus

Er gilt als ein Pionier der Akutbetreuung bei traumatischen Situationen. Nun ist der Notfallseelsorger Andreas Müller-Cyran mit dem Bergwacht-Edelweiß ausgezeichnet worden.

Notfallseelsorger Andreas Müller-Cyran © SMB

München – Die Bergwacht Bayern hat den katholischen Diakon Andreas Müller-Cyran (55) mit dem Bergwacht-Edelweiß ausgezeichnet. Damit werde Müller-Cyrans Unterstützung beim Aufbau eines eigenen, spezialisierten "Kriseninterventionsdienstes am Berg" gewürdigt, teilte die Pressestelle des Erzbistums München und Freising am Mittwoch mit. Die Einsatzkräfte hätten den Leiter der Abteilung Krisenpastoral im Erzbischöflichen Ordinariat als "hochkompetenten Ausbilder" erlebt, heißt es in der Laudatio. Er sei auch bei Unfällen oder Großereignissen "immer zur Stelle".

Erstes Kriseninterventionsteam in Europa

Müller-Cyran gründete 1994 mit dem Kriseninterventionsteam München das erste dieser Art in Europa. Der ausgebildete Rettungsassistent und promovierte Psychologe gilt als Pionier der Akutbetreuung bei traumatischen Situationen und trug zur Etablierung und Qualitätssicherung des Kriseninterventionsdienstes in Deutschland bei. Dafür erhielt er im Jahr 2013 das Bundesverdienstkreuz. Die Bergwacht Bayern ist zuständig für den alpinen Rettungsdienst. Die rund 3.500 Ehrenamtlichen absolvieren nach Angaben der Organisation jährlich mehr als 10.000 Einsätze. (kna)