Sanierungsabschluss

Bayern zahlt halbe Million Euro für Pfarrhof

Das ehemalige Stallgebäude des Vogtareuther Pfarrhofs musste dringend saniert werden. Nun wurde die Renovierung mit finanzieller Hilfe des Freistaats abgeschlossen.

Ordinariatsdirektor Monsignore Thomas Schlichting (Zweiter von links) segnete das sanierte Pfarrheim.

München/Vogtareuth – Der Freistaat gibt rund 470.000 Euro für die Sanierung des ehemaligen Stallgebäudes des Pfarrhofs in Vogtareuth (Dekanat Rosenheim). „Die Instandsetzung dieses Baudenkmals wertet den ansprechenden Ortskern der ländlichen Gemeinde weiter auf und trägt zum Erhalt dieses historischen Ensembles bei“, teilte Kunstministerin Marion Kiechle (CSU) in München mit. Das Geld kommt demnach aus dem vom Freistaat und den Kommunen getragenen Entschädigungsfonds. Eigentümerin des Baudenkmals ist die Pfarrpfründestiftung St. Emmeram. Genutzt wird das Gebäude von der gleichnamigen Katholischen Kirchenstiftung.

Das Stallgebäude musste laut Mitteilung renoviert werden, weil die Gewölbe über dem Erdgeschoss einsturzgefährdet waren. Außerdem habe es Risse in den Fassaden gegeben. Auch der langjährige Leerstand habe das Bauwerk geschädigt.

Einfluss des akademischen Bauens auf die ländliche Architektur

Der Pfarrhof von Vogtareuth entstand bis 1851 als Dreiseitanlage. Der ehemalige Pfarrstadel wurde in den vergangenen Jahrzehnten abgebrochen. Erhalten blieb neben dem Pfarrhaus das Stallgebäude. Es besteht aus den dreischiffig gewölbten Stallungen im Erdgeschoss und dem darüber liegenden Heuboden. „Rationale Grundrisse, symmetrische Fassadengestaltung und innovative Konstruktionsdetails dokumentieren sowohl am instandgesetzten Pfarrhaus als auch am ehemaligen Stallgebäude den Einfluss des akademischen Bauens auf die ländliche Architektur im Königreich Bayern in der Zeit von König Maximilian II.“, hieß es vom Kunstministerium. (kna)