Nach Explosion im Libanon

Bätzing: Explosion in Beirut "erschreckend und erschütternd"

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, hat den Menschen im Libanon sein Mitgefühl ausgesprochen. Er schrieb an den maronitischen Patriarchen, Kardinal Béchara Boutros Raï.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing.

Bonn/Beirut – Sein "tief empfundenes Mitgefühl" hat der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, den Menschen im Libanon ausgesprochen. Die Nachricht über die verheerende Explosion am Dienstag im Hafen der Hauptstadt Beirut sei für ihn "erschreckend und erschütternd" gewesen, schrieb der Limburger Bischof am Mittwoch in einem Kondolenzschreiben an den maronitischen Patriarchen Kardinal Bechara Rai. Er hoffe, dass das Patriarchat und seine Einrichtungen nicht im Übermaß von der Katastrophe betroffen seien, so Bätzing weiter. Den Opfern und deren Angehörigen gelte sein Gebet.

Aufruf zum Gebet

Papst Franziskus rief unterdessen zum Gebet und zur Hilfe für die Opfer und Angehörigen auf. Alle politischen, religiösen und gesellschaftlichen Verantwortungsträger müssten sich an der Bewältigung "dieser tragischen und schmerzhaften Situation" beteiligen, so der Papst bei seiner Ansprache zur Generalaudienz im Vatikan am Mittwoch.

Bei den Explosionen in Beirut wurden nach Angaben des Libanesischen Roten Kreuzes mindestens 100 Menschen getötet und mehr als 4.000 verletzt. Die genaue Ursache ist bisher unklar. Medienberichten zufolge sollen rund 2.750 Tonnen Ammoniumnitrat in einer ungesicherten Lagerhalle im Beiruter Hafen Feuer gefangen haben und explodiert sein. Örtliche Medien berichteten von chaotischen Zuständen in der zum Katastrophengebiet erklärten Stadt. (kna)