Papst besichtigt Turiner Grabtuch

Aufforderung zur Hilfe für Leidende und Verfolgte

Das Turiner Grabtuch ist öffentlich zu sehen. Am Sonntag hat es Papst Franziskus besucht. Nach seinen Worten fordert es zur Hilfe für Leidende und Verfolgte auf. Für viele Christen gilt es als Relikt der Kreuzigung Jesu. Seine Echtheit bleibt umstritten.

(Bild: imago)

Turin - Das Turiner Grabtuch fordert nach den Worten von Papst Franziskus zur Hilfe für Leidende und Verfolgte auf. "Die Liebe Christi drängt uns", sagte er am Sonntag beim Angelus-Gebet am Ende einer Messe mit Zehntausenden Teilnehmern auf der Piazza Vittorio in Turin. Zuvor hatte Franziskus vor dem Grabtuch im Turiner Dom gebetet. Vielen Christen gilt es als Relikt der Kreuzigung Jesu. Seine Echtheit bleibt wissenschaftlich umstritten. Die katholische Kirche stuft es nicht als Reliquie ein, sondern als Ikone, die Gläubigen eine besondere Nähe zu Gott ermöglicht. Auch der Papst verwendete bei seiner Messe diesen Begriff. 

In seiner Predigt rief der Papst die Menschen auf, trotz vieler Lebensprobleme nicht das Vertrauen in die Liebe Jesu zu verlieren. Sie begleite selbst die Nichtgläubigen und die Bösen, denn Jesus sei nicht für die Gerechten gekommen, sondern für die Sünder. Er verzeihe immer, wenn der Mensch zur Umkehr bereit sei. "Die eigenen Grenzen, die eigenen Schwächen zu erkennen, das ist die Tür, die zur Vergebung Jesu führt, zu seiner Liebe, die uns in der Tiefe erneuern kann, die uns neu erschafft", so Franziskus. Die Welt strebe immer nach Fortschritt, "aber nur die Treue Jesu ermöglicht wahre Erneuerung".