Bruckmühl folgt Papstaufruf

Asylbewerber sollen Obdach im Kindergarten finden

Vor einigen Wochen hat sich das Erzbistum München und Freising auf Herbergssuche gemacht. In einem Brief hat Generalvikar Peter Beer die Pfarreien gebeten, nach Gebäuden zu suchen, in denen Flüchtlinge unterkommen können. In der Pfarrei Sankt Korbinian in Heufeld ist man jetzt fündig geworden: In einem leerstehenden Kindergarten sollen künftig Flüchtlinge unterkommen.

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Bruckmühl - Seit Ende Oktober steht im Ortsteil Heufeld ein Kindergartengebäude leer. Es ist so stark sanierungsbedürftig, dass sich die Gemeinde dazu entschieden hat, einen neuen Kindergarten zu errichten. Die Pfarrei Sankt Korbinian in Heufeld will das Gebäude jetzt als Flüchtlingsunterkunft zur Verfügung stellen. „In der Diskussion war es schon so, dass wir ermutigt waren durch den neuen Papst, der uns ja ans Herz legt auf die Menschen in Not zu schauen, diesen Schritt zu gehen.“, sagte der Pfarrer von Sankt Korbinian, Dekan Thomas Gruber, dem Münchner Kirchenradio.

Künftig sollen wohl zwei Familien in das ehemalige Kindergartengebäude einziehen. Das zuständige Landratsamt habe das Gebäude bereits geprüft, eine grundlegende Sanierung sei für die Aufnahme von Flüchtlingen demnach nicht nötig, so Gruber weiter. Kleiner Arbeiten müssten aber noch erledigt werden.

Die Flüchtlinge sollen in Bruckmühl aber nicht nur ein Obdach finden, sie sollen auch ins Gemeindeleben integriert werden. Dazu gebe es bereits erste Pläne, die aber noch in den Gremien der Pfarrei diskutiert werden müssen. Gruber ist sich aber sicher, dass das Vorhaben mit Hilfe aller beteiligten gelingen wird. Anfang März soll im ehemaligen Kindergarten wieder Leben einkehren. (cs/chm)