Pferdesegnung durch Erzbischof Gänswein

Antennen für das Gute

Premiere für Erzbischof Georg Gänswein. Zum ersten Mal hat der Sekretär des emeritierten Papstes Benedikt XVI. Pferde gesegnet. In Hanshofen im Dekanat Fürstenfeldbruck schilderte er dabei seine ganz persönlichen Erlebnisse mit den Tieren.

Die Segnung der Pferde machte Erzbischof Georg Gänswein sichtlich Spaß. © Georg Johannes Miller

Für Erzbischof Georg Gänswein war es eine Premiere und für den Weiler Hanshofen (Dekanat Fürstenfeldbruck) wahrscheinlich das Jahrhundertereignis: Der Papst-Sekretär persönlich nahm dort, von Rom kommend und auf dem Weg in seine Schwarzwälder Heimat, die erste Pferdesegnung seiner Laufbahn vor.

Rund 400 Gäste kamen aus nah und fern zu der Messe, die der bekannte Geistliche aus dem Vatikan mit Pfarrer Josef Heiß, Leiter des Pfarrverbands Glonnauer Land, unter einem Zeltdach auf dem Hof von Innozenz Näßl feierte. Der Hofchef sang als Vorsitzender der Liedertafel Günzelhofen höchstpersönlich im Chor mit.

Erzbischof Georg Gänswein genoss den Tag in Hanshofen. © Georg Johannes Miller

Die anschließende Segnung der Pferde war für Groß und Klein ein Erlebnis. Zustande gekommen war der Termin durch die vor Ort tätige Reitlehrerin Melanie Worbs, deren Vater Walter mit Georg Gänswein seit vielen Jahren befreundet ist.

In seiner Predigt verriet der Erzbischof, dass er eine ganz persönliche Beziehung zu Pferden hat: Als Sohn eines Schmieds habe er schon als Kind viel mit den Tieren zu tun gehabt, bis er fast einmal vom Pferd gefallen sei. An dem Festtag war von Distanz aber nichts zu merken: Gänswein sagte, dass ein Pferd eine „Antenne für das Gute im Menschen“ habe. Es spüre sofort, wenn es jemand gut mit ihm meine. „Auch eine Freundschaft kann nur wachsen, wenn die Beteiligten miteinander echt und ehrlich umgehen“, ergänzte er.

Zum Schluss bekam der Mitarbeiter zweier Päpste auf seine Frage, ob er dem emeritierten Papst Benedikt XVI.und dem amtierenden Papst Franziskus Grüße aus Hanshofen überbringen dürfe, ein lautstarkes „Ja!“ zu hören. (Georg Johannes Miller)