Realschule Schlehdorf

Anmeldezahlen sind deutlich zurück gegangen

Die Zahl der Anmeldungen an der katholischen Schlehdorfer Realschule ist eingebrochen. Wie das Münchner Erzbischöfliche Ordinariat am Mittwoch mitteilte, gibt es zum kommenden Schuljahr sicher 41 Fünftklässler. Wenn die Zahl im nächsten Jahr nicht wieder auf einen Wert von mindestens 50 steigt, steht die Schule vor dem Aus.

Gefährdete Idylle: Die Realschule im Kloster Schlehdorf hat mit rückläufigen Anmeldezahlen zu kämpfen (Bild: Sankt Michaelsbund)

Schlehdorf/München - Die Anmeldezahlen an der katholischen Realschule in Schlehdorf sind deutlich zurückgegangen. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, ist ihr weiterer Bestand gefährdet. Hatte es für 2014/2015 noch 64 Anmeldungen gegeben, so sind es für das kommende Schuljahr lediglich 41.
Schlehdorf war ursprünglich eine Mädchenrealschule. Nachdem im benachbarten Murnau eine neue koedukative staatliche Realschule eröffnet worden war, hatte die Kirche ihre Schule 2018 schließen wollen und dies bereits im Sommer 2012 angekündigt. Dabei stützte man sich auch auf Prognosen, die wegen der demografischen Entwicklung im Einzugsgebiet rückläufige Anmeldezahlen voraussagten. Nach massiven Elternprotesten und Verhandlungen mit dem Kultusministerium über die Bereitstellung von Lehrern wurde der Beschluss modifiziert. Die Schule öffnete sich ihrerseits für männliche Schüler. Das Erzbistum knüpfte eine Fortführung an die Auflage von mindestens 50 Neuanmeldungen pro Jahr. Falls diese Marke zweimal hintereinander verfehlt wird, läuft der Betrieb nach weiteren vier Jahren aus. Für das Schuljahr 2015/16 wurden in Schlehdorf 27 Mädchen und 14 Buben angemeldet. Außerdem absolvieren in den nächsten Wochen sieben weitere Kinder einen Probeunterricht. Erfahrungsgemäß können von ihnen etwa zwei Drittel aufgenommen werden.(kna/alb)

Informationen über die Schlehdorfer Realschule