Marienwallfahrtsort

Altötting erwartet Pilgeransturm zu Pfingsten

Die Schwarze Madonna in Altötting ist Zielort tausender Wallfahrer. Pfingsten ist der erste Höhepunkt des Pilgerjahrs.

Die Gnadenkapelle in Altötting.

Altötting – Der oberbayerische Marienwallfahrtsort Altötting rüstet sich für den ersten Höhepunkt des Pilgerjahrs: In den Pfingsttagen (8.-10. Juni) werden weit mehr als 10.000 Wallfahrer erwartet. Aus Regensburg wird sich drei Tage zuvor zu Fuß ein Zug aus rund 7.000 Pilgern auf die 111 Kilometer lange Strecke machen. Weitere 5.000 Marienverehrer pilgern in einer Sternwallfahrt bis Pfingstmontag aus München, Freising, Salzburg und Rosenheim zur Schwarzen Madonna. Dazu kommen nach Auskunft des örtlichen Wallfahrts- und Tourismusbüros etliche weitere Gruppen.

Mehr als eine Million Besucher pro Jahr

Altötting gilt als bayerisches Nationalheiligtum und größter deutscher Marienwallfahrtsort mit mehr als einer Million Besucher pro Jahr. Außer dem Gnadenbild verfügt der Ort über weitere Sehenswürdigkeiten, die in Verbindung mit der über 500 Jahre alten Wallfahrtstradition stehen. Im "Haus Papst Benedikt XVI. - Schatzkammer und Wallfahrtsmuseum" etwa ist das "Goldene Rössl", ein Meisterwerk französischer Goldschmiedekunst des frühen 15. Jahrhunderts, zu sehen. Im Haus des Altöttinger Marienwerkes zeigt eine "Dioramenschau" in 22 Schaukästen mit 5.000 handgefertigten Figuren ein plastisches Bild der Wallfahrtsgeschichte.

Ein Rundbau birgt ein 1.200 Quadratmeter großes historisches Monumentalgemälde aus dem Jahr 1903, ein Panorama von Jerusalem zum Zeitpunkt der Kreuzigung Christi. Es ist eines von nur wenigen erhaltenen historischen Panoramen in Europa und steht deshalb unter dem Schutz der Weltkulturorganisation Unesco. (kna)

Dieser Artikel gehört zum Schwerpunkt Pfingsten