Globaler Klimastreik

Alle Generationen bei „Fridays for Future“

Am 20. September gehen weltweit Menschen für den Klimaschutz auf die Straße. Auch die Katholische Landjugendbewegung.

Maria Stöckl, Landesgeschäftsführerin des KLJB Bayern

München – Auch im neuen Schuljahr steht der Freitag ganz im Zeichen der Klimaschutz-Bewegung „Fridays for Future“. Bei der Demonstration am kommenden Freitag, 20. September, bleibt es aber nicht bei einer reinen Schülerdemo: Am „Globalen Klimastreik“ sollen sich Menschen aller Generationen beteiligen, „sodass Verantwortungsträger in Wirtschaft, Politik, Kirche und Zivilgesellschaft einsehen, dass etwas passieren muss“, erklärt Maria Stöckl, Landesgeschäftsführerin der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) Bayern. Viele Mitglieder des Verbands und die gesamte Geschäftsstelle wollen am 20. September auf die Straße gehen.

Verantwortung für die Schöpfung übernehmen

Das Thema Umweltschutz beschäftige den KLJB schon seit Jahrzehnten, erzählt Stöckl eindrücklich: „Ich hatte kürzlich eine Verbandszeitschrift aus den 1970er Jahren in der Hand mit einem Artikel über Plastik, das ins Wasser gelangt. Als junge Christinnen und Christen tragen wir die Verantwortung für die Schöpfung und für die Zukunft.“ Auch die Umweltenzyklika Laudato Si von Papst Franziskus spiele beim Engagement des Verbands eine wichtige Rolle.

Große Signalwirkung erwartet

Treffpunkt für den Globalen Klimastreik ist der Münchner Königsplatz um 12 Uhr. Da zu diesem Zeitpunkt in Berlin das Klimakabinett tagt, erhoffen sich die Veranstalter in Deutschland eine besonders hohe Signalwirkung der Demonstration. Auch international wird dieses Ziel verfolgt – denn in New York City findet vom 18. bis 20. September der „People’s Summit on Climate, Rights and Human Survival”, ein zivilgesellschaftlicher Gipfel zu Menschenrechten und Klimawandel, statt. Beim weltweiten Klimastreik am 15. März dieses Jahres nahmen fast zwei Millionen Menschen aus über 100 Ländern teil. Diese Zahl soll am Freitag getoppt werden.

Auch mal unbequem sein

Die Kritik an den Fridays-for-Future-Aktionen kann die KLJB-Landesgeschäftsführerin nicht nachvollziehen: „Ohne die Initiative der Schüler wäre Klimapolitik nicht derart präsent. Und hätten die Schüler am Sonntagnachmittag demonstriert, wäre die Außenwirkung deutlich geringer gewesen als durch die Streiks am Freitag. Klimaschutz ist ein unbequemes Thema, da dürfen Menschen auch unbequem sein.“