Malteser Momente

20 Jahre Trostberger Tafel

In 20 Jahren ist nie eine Lebensmittel-Ausgabe ausgefallen: die Leiterin der Trostberger Tafel, Ulrike Bergmann-Fritz, erzählt in dieser Sendung die Geschichte der Tafel, und wie sie mit ihrem Team den aktuellen Krisen begegnet.

Tafel-Leiterin Ulrike Bergmann-Fritz mit Lebensmittel-Spenden © SMB/Hasel

Als Ulrike Bergmann-Fritz vor 20 Jahren auf die Idee kam, in Trostberg eine Tafel ins Leben zu rufen, hätte sie nie daran gedacht, wie wichtig diese Einrichtung einmal werden würde. Heute besteht die Tafel aus einem Tafelladen, einer Frühstücks-Tafel für Schulkinder und der Tiertafel. 2016 holt sie die Malteser als Träger der Einrichtung „mit seinem ganzen Know-How“ mit ins Boot.

Die zweite große Säule der Tafel-Initiative sind die derzeit 75 ehrenamtlichen Helfer. Mit ihnen trotzt Ulrike Bergmann-Fritz den Folgen der aktuellen Krisen wie Corona, Inflation und Ukraine-Krieg. Waren es vor Corona rund 280 Menschen, die die Tafel genutzt haben, ist die Zahl mittlerweile auf gut 400 angewachsen. Immer mehr Nutzer und immer weniger Lebensmittelspenden: kann das auf Dauer gut gehen? Auch wenn die Zeiten schwieriger geworden sind: Ulrike Bergmann-Fritz bleibt Optimistin. „Wir haben uns noch nicht mit einer Deadline beschäftigt, bis da hin und nicht weiter, sondern wir lassen es jetzt ganz gelassen auf uns zukommen, sind in gutem Austausch mit dem Träger, der ja auch immer wieder Hilfsmaßnahmen anbieten kann, und dann schauen wir einfach, was kommt“.


Der Autor
Paul Hasel
Radio-Redaktion
p.hasel@st-michaelsbund.de